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Ich bete an die Macht der Liebe

Verffentlicht am: 28. März 2015

In den von Gerd Wind in D-Dur fr Frauenchor transponierte altrussischen Liturgiegesang Ich bete an die Macht der Liebe von Dimitri Bortnijanski (eigentlich fr Mnnerchor vertont), wie er bei jngsten Chorprobe des Frauenchores La bella musica (Chorverband Rhein-Sieg) im Lastgasthof in Brl intoniert wurde, muss man sich erst einmal hineinhren. Natrlich ist das innige Gebet dazu angetan, mit Hingabe und aus der ganzen Seele heraus gesungen zu werden. Jedenfalls machte dies die engagierte Chorleiterin Angela Billerbeck-Ries mehr als einmal deutlich. So mahnte sie die Sngerinnen, die sich fr musikalischen Gestaltung der Ostermesse in der benachbarten Pfarrkiche St. Mari Himmelfahrt einstimmten, noch rhythmisch und stimmbewusster zu agieren. Sie beschwor u.a. das chorische Atmen, den richtigen Stimmsitz, die sorgfltige Atemsttze, den weichen Stimmansatz, die lebendige Stimm- und Vokalfrbung und die stimmliche Geschlossenheit. Das gipfelte in der Erkenntnis, dass man mit den Augen singen solle. Mit anderen Worten: Beim Singen sollte man nicht nur den steten Augenkontakt mit der Chorleiterin suchen, sondern auch mit freundlichen Mienen und strahlenden Augen die Stimmgebung und den Stimmklang zu bestimmen. Damit erreicht man mehr, als man glauben mag! Sie gab auch den Oberstimmen fr die hohen Stimmlagen und exponierten Tne den einen oder anderen Rat, ohne mit Lob zu sparen.
Bei der deutschen Sprache sei zudem eine ausgeprgte Artikulation vonnten, die das berhmte Zungen-R und die rechte Vokalfrbung einschliesst. Ausserdem liegt der erfahrenen Chorleiterin die stimmliche Disziplin, eine berzeugende Pianokultur und die stimmliche Integration neuer Sngerinnen ganz besonders am Herzen. Das alles und die Besinnung auf die erwhnten Stimmtugenden bieten die beste Gewhr dafr, dass sich der Frauenchor und die Vorsitzende Marlis Knippling auch knftig so prsentieren wie das im abgelaufenen Jubilumsjahr geschehen ist. Bereits beim An- und Einsingen weckte Angela Billerbeck-Ries das Gespr und Verstndnis fr Intonation, Ausdruck und Phrasierung und riet den Sngerinnen noch sorgfltiger mit den Stimmhhen umzugehen und die Lippen- und Tonspannung noch mehr zu praktizieren. Auch im Ostergesang Freude ber Freude aus der Feder von Klaus-Helmut Heizmann (1944), dem Chorsatz Frieden von Gotthilf Fischer (1928) in einer Bearbeitung von Peter Brettner (1934) und vor allem im prchtigen Chorsatz The Lord bless you and keep you von John Rutter (1945) lie die Chorleiterin nicht locker. So forderte sie eine lockere und unverkrampfte Stimmgebung und keine Ritardando da zu singen, wo es nicht gefordert ist. Dafr sind die Crescendi noch nachhaltiger zu gestalten. Beim erwhnten Rutter-Chor sind die hheren und hchsten Stimmregister nicht zu beneiden! Rutter fordert bis zum letzten Ton einen Jubelsopran, der den faszinierenden Stimmglanz ausmacht. Doch man ist in Brl auf dem richtigen Weg!
Walter Dohr

Kategorie: Chorlive.
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