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Auf allen Wegen begleite uns Segen

Veröffentlicht am: 28. März 2015

In den Notenmappen des MGV Geistingen 1874 e.V. (Chorverband Rhein-Sieg) befindet sich inzwischen auch die „Vater unser-Messe“ des alpenländischen Komponisten, Lehrers, Chorleiters, Kammermusikers und Musikpädagogen Lorenz Maierhofer (1956), von der in und um Hennef vier der fast ein Dutzend deutschen und glaubensfrohen Liedsätze in der evangelischen Christuskirche in Hennef wohl zum ersten Mal zu hören waren. Der in der Steiermark lebende Komponist hat aber nicht nur die volkstümlich anmutende Liedmesse vertont, die auf den ersten Blick die Tradition von Franz Schuberts „Deutscher Messe“ und Michael Haydns „Deutsche Meßgesänge“ fortführt, sondern darüber hinaus u.a. Singspiele, ein Sing-Swing-Chorbuch, das „Salzburger Ave Maria“ für Solo und Chor, Chorsätze, Kinderlieder, Kindermusicals sowie Kammer- und Bläsermusiken geschrieben. Die von Dirigent Pavel Brochin behutsam und konzentriert geführten Sänger, die unter dem prächtigen Jerusalemleuchter Aufstellung bezogen hatten, begrüßten die Gemeinde mit dem besinnlichen Liedsatz „Froh die Stunde, froh der Tag“, der ebenfalls aus der Notenwerkstatt von Maierhofer stammt. Dieses wohlklingende und ausgesuchte Chorwerk hatte seine gelungene Premiere beim ersten der traditionellen Weihnachtskonzerte des MGV Geistingen in der heimischen Pfarrkirche St. Michael. Es läßt sich zu allen möglichen Anlässen intonieren und gab der musikalischen Gestaltung der „evangelischen Messe“ einen stimmschönen Akzent und apostrophierte damit das liturgische Motto vom biblischen Weizenkorn, das vielfältige Früchte bringt.
Pfarrer Matthias Morgenroth vertiefte den liturgischen Gedanken bei der Begrüßung und griff selbst zur Gitarre, da der Kantor erkrankt war. Mit dem benachbarten Gastchor und der Gemeinde intonierte er aus dem evangelischen Liederbuch „Lieder zwischen Himmel und Erde“, das von Christoph Lehmann, Uwe Seidel, Thomas Quast und Peter Böhlemann verfasst worden ist. Der Pfarrer, der am 4. Fastensonntag „Laetare“ (Freue dich) über Christi Tod und dessen zahlreiche Deutungen predigte, fungierte im eigenen Kanon „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt“ als Vorsänger. Sänger und Gemeinde liessen sich gerne auf dieses Lied ein, das den Wochenspruch auf sinnfällige vertiefte. Während das hoffnungsvolle „Froh die Stunde, froh der Tag“ mit seinen feinen Echoimitationen und der Amen-Kadenz den Duktus des Fastensonntags betonten, akzentuierten Kyrie „Herr erbarme dich“, Gloria “Ehre sei Gott in der Höhe“ und Sanctus „Heilig, heilig, heilig“ mit den kurzen Solopartien eines Chorbaritons die Glaubenshaltung der Gemeinde. Der Chorleiter begleitete die Messlieder dabei auf dem E-Piano und hielt die Sänger zur wachen Stimmgebung an. Vor dem Segen stimmten die Sänger den zuversichtliche Liedsatz „Auf allen Wegen begleite uns Segen“ aus der besagten Messe an, die auch ein „Vaterunser“ beinhaltet.
Walter Dohr

Kategorie: Chorlive.
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