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Gott hat mir längst einen Engel gesandt

Veröffentlicht am: 6. März 2015

Die eindrucksvolle und gut besuchte Abendmesse in der Filialkirche St. Josef in Hennef-Allner feierten der MGV „Eintracht“ Allner (Chorverband Rhein-Sieg) und ihr Vorsitzender Günter Kania am zweiten Fastensonntag als Gedenkmesse für den verdienten und unvergessenen Vorsitzenden Werner Euler, der über viele Jahre die Geschicke der „Eintracht“ bestimmt hat. Unter den Kirchenbesuchern befanden sich viele, die Euler beim Chorgesang begleitet haben; wie Willi Göbel, der Vorsitzende des „Stadtverbandes Hennefer Chöre“. Chorleiter Ulrich Röttig, der auch die glaubensfrohen Gemeindelieder recht sinnfällig und gekonnt auf der Orgel begleitete, hatte vor der Jahresmesse den stimmlich präsenten Chor zum Ansingen gebeten. Das Ansingen ist eigentlich mehr als nur eine lästige Pflichtübung, denn sie trägt letztendlich dazu bei, dass der jeweilige Dirigent noch den einen oder anderen Rat zum einen oder anderen Stimmübergang, zum rechten Stimmansatz oder zur Stimmgestaltung geben kann. Ausserdem werden die Chorstimmen temperiert und die Sänger können sich so ein letztes Mal auf die Atmosphäre und die Akustik des Gotteshauses einstellen. So gesehen macht das Ansingen durchaus Sinn und ist daher immer wieder zu praktizieren. Der agile und dennoch sorgfältig agierende Chorleiter, Organist und Kirchenmusiker (Pfarrei St. Margareta Neunkirchen) hatte die Sänger des MGV „Eintracht“ Allner und des MGV „Eintracht“ Bröl (die seit Jahren eine Chorgemeinschaft pflegen) um die Orgel postiert.
Sänger der zweiten Hennefer Chorgemeinschaft, bestehend aus dem MGV „Concordia“ Hennef und dem MGV Geisbach hatten sich der musikalischen Gestaltung der von Pfarrvikar Leo Vetter-Diez zelebrierten Gedächtnismesse angeschlossen. Der Zelebrant vertiefte darin den unerschütterlichen Glauben des biblischen Stammvaters Abraham an Gott, der auch im Islam gepriesen würde! Die Sänger vertieften diese liturgische Haltung im vertrauten hymnischen Chorsatz „Herr, deine Güte reicht so weit“ von August Eduard Grell (1800-86), der in eine ausdrucksvolle Alleluja-Fuge mündet, im Sanctus aus der „Deutschen Messe“ von Franz Schubert (1797-1828) und in der romantisierenden Hymne „Herr, gib uns den Frieden“ von Robert Pracht (1878-1961). Der elsässische Chorkomponist, Lehrer und Musikpädagoge hat den gefühlvollen Liedsatz „Morgenrot“ vertont, worauf die Sänger den zitierten Friedensruf anstimmten und auf den man sich zuerst einhören musste. Kirchenmusiker und Komponist Thomas Gabriel (1957) hat sich um die Förderung des neuen geistlichen Liedes verdient gemacht. Darüber hinaus hat er auch das Rockoratorium „Daniel“ geschrieben, das den wunderbaren Satz „Gott hat mir längst einen Engel gesandt“ enthält. Dieses Lied erinnert ganz entfernt an das Engelterzett „Hebe deine Augen auf“ aus dem Bibeloratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-47) und streichelt ebenso die Töne. Man kann es wohl als liebevolle Botschaft an den Verstorbenen ansehen!
Walter Dohr

Kategorie: Chorlive.
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