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Der Chorgesang war sein Leben

Veröffentlicht am: 11. Februar 2015

Im Nachruf 2013 auf den verdienten und erfolgreichen Chordirigenten Engelbert Buhr, der den Männerchor Wermelskirchen 1844 e.V. (Rheinisch-Bergischer Chorverband) mit Bravour und Bedacht viele Jahre betreute, bescheinigten ihm die Sänger und der Chorvorstand, dass der Chorgesang sein Leben gewesen sei! Doch das gilt wohl ebenso für dessen Nachfolger Dr. Lutz Schneider, der die musikalischen Geschicke im Jahre 2010 übernommen hat und nicht nur durch die gelungenen Weihnachtskonzerte in der evangelischen Stadtkirche in Wermelskirchen aufhorchen ließ. Die ausgesuchten Programme wurden dabei von den ebenfalls unter der bewährten Leitung von Dr. Schneider (1964) stehenden Chören aus dem Rhein-Sieg-Kreis, dem Troisdorfer Kammerchor und dem MGV Spich 1874 e.V., auf lebendige und anspruchsvolle Weise mitgestaltet. Wenn für den gebürtigen Wuppertaler Chorleiter und Komponisten Buhr (1926-2013) sozusagen die Chormusik seine Erfüllung und sein Lebenselexier war, so kann man die chorpädagogische und akribische Arbeit von Dr. Schneider ebenfalls in den höchsten Tönen loben. Diese gipfelte im abgelaufenen Jahr mit den faszinierenden Aufführungen des „Te Deum“ von Antonin Dovrák und dem „Requiem“ von Mozart. Mit diesen grossen Werken der Chorliteratur feierte der von Manfred Hilger (1941-2012) im Jahre 1974 von ihm gegründete und bis zu seinem Tod geleiteten Troisdorfer Kammerchor in ambitionierter Manier das 40-jährige Jubiläum.
Der Männerchor Wermelskirchen 1844 e.V. kann auf eine stolze und bewegte Geschichte zurückblicken wie das viele Chöre des ChorVerbandes NRW können. Wenn das frühe Gründungsjahr betrachtet, so liegt es eindeutig auf der Hand, dass der Männerchor zu den ältesten weltlichen Chören gehört. Er wurde als „Männerquartett Wermelskirchen“ aus der Taufe gehoben. Im Jahre 1919 fusionierten das Männerquartett und der im Jahre 1890 gegründete „Männergesangverein Wermelskirchen“ zum MGV „Union“ Wermelskirchen. Diese Fusion war nötig geworden, da beide Fusionschöre im 1. Weltkrieg zu viele Sänger verloren hatten. Doch nicht nur dieser schreckliche Krieg hinterließ seine bitteren Spuren, sonder der 2. Weltkrieg stellte die Sänger und ihren Dirigenten Musikdirektor Heinrich Nicolin aus Köln vor ähnliche Probleme. So kam es im Jahre 1945 (!) zum Zusammenschluss des MGV „Union“ Wermelskirchen mit dem im Jahre 1923 ins Leben gerufenen Quartettvereins „Glocke“ Wermelskirchen. Diese beiden Chöre fusionierten zunächst unter dem Namen „Männergesangverein Wermelskirchen 1844“ und seit dem Jahre 1972 unter dem heutigen Namen „Männerchor Wermelskirchen 1844“. Im Jahre 1997 erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister, nachdem Chordirektor ADC Engelbert Buhr im Jahre 1979 die Nachfolge von Gerd Sorg (ebenfalls ein renommierter Chordirigent und Chorkomponist) angetreten hatte. Der Traditionschor, dessen Repertoire klassische und moderne Chorliteratur umfasst, bereichert das städtische Kulturleben.
Walter Dohr

Kategorie: Chorlive.
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