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Konzert ntigte Respekt ab

Verffentlicht am: 21. Dezember 2014

Das ausverkaufte Jubilumskonzert der Singgemeinschaft Birk (seit dem Jahre 2013 zum siebten Mal Meisterchor des ChorVerbandes NRW) zum 50-jhrigen in der Pfarrkirche St. Mari Namen in Siegburg-Braschoss verbreitete ganz viel Glanz und ntigt hchsten Respekt ab. Das denkwrdige Geschehen darf daher in den grostdtischen Rang erhoben werden. Wenn man in der seltenen grossen C-Dur-Messe (KV 257) des erst 20-jhrigen Mozart das grssere Schwesterwerk zur C-Dur-Messe (KV 192) sieht, so ist das Magnificat (RV 610) von Antonio Vivaldi die kleinere Schwester des berhmten Gloria. Die marianische Lobgesang kann nicht nur in einem wirklich gelungenen Jubilumskonzert und zum Auftakt der Adventszeit alle musikalischen Geister wecken. Vivaldi hat das Magnificat in der Tonart g-moll fr vierstimmigen Chor, zwei Sopranstimmen, Alt und Tenor, zwei Oboen, Streicher und Generalba vertont. Musikdirektor FDB Rolf Pohle (der bereits seit 25-jhriges Jubilum als knstlerischer Leiter der Singgemeinschaft feierte) hatte sich fr die Erstfassung aus dem Jahre 1717 entschieden. Besonders einprgsam waren das ausdrucksvolle Et misericordia mit den fr die Vivaldizeit ungewhnlichen Dissonanzen und Stimmsprngen, das Fecit potentiam und ganz besonders das Deposuit im Unisono von Chorstimmen und Orchester gestaltet.
Diese markanten Passagen sind Beispiele fr die bildhafte und unmittelbar eingngige Tonsprache des venezianischen Komponisten, der auch (wie Mozart) viele Opern geschrieben hat. Die etwa 50 Sngerinnen und Snger hatten sich beim traditionellen Chorseminar an der Aggertalsperre den letzten musikalischen Schliff geholt und so konnte sich der souverne Chorleiter seiner Sache in der Tat sicher sein. Dabei steckte in dem ambitionierten Programm sehr viel an stimmlicher Hingabe und berzeugungskraft, die nicht nur bei Vivaldi und Mozart vonnten sind. Das mehr als ein Dutzend hchst musikalischer Musiker/innen der Klner Kammersymphoniker und das inspirierte Soloquintett Annabelle und Johanna Heinen (Sopran), Inga Kappen (Alt), Christoph Scheeben (Tenor) und Benjamin Heinen (Bass), die sich prchtig untereinander und mit der Singgemeinschaft verstanden, machten das Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis, fr das es sehr lebhaften Applaus gab. Die glckliche Vorsitzende Sigrun Hansen lobte zudem Volker Caspari (Klavier), auf dessen vorbildliches Mitwirken man nicht mehr verzichten knne. Das Magnificat und die prgnante und schwungvolle Messe (die keine Koloraturen und keine Fuge enthlt!) wurden durch das recht schwierige Alleluia des amerikanischen Baptisten-Hymnologen Ralph Manuel (1951) und das von Mutter Teresa gedichtete und vom lettischen Komponisten Peteris Vasks (1946) im Jahre 2013 so wunderbar vertonte The fruits of silence (Auftragswerk fr das Schleswig-Holstein Musik Festival) bereichert. Fazit: Alle Mitwirkenden waren in allerbester Jubilumslaune!
Walter Dohr

Kategorie: Chorlive.
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