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Viele musikalische Register gezogen

Verffentlicht am: 10. Dezember 2014

Wolfgang Weinrauch gab sich beim Adventskonzert des Schubertbundes Siegburg in der St. Anno-Kirche in Siegburg vor vielen begeisterten Besuchern als berzeugter Schubertianer. So verlieh er dem sorgfltig ausgesuchten Programm rhetorisch Gestalt und Instruktives zu den Werken und Komponisten verkndete. Er lobte zudem auch den Chor- und Liedrepetitor Prof. Han-Louis Meijer, der am Flgel das seelenvolle Klavierstck O du, mein holder Abendstern von Liszt zelebrierte. Weinrauch widmete sich zudem dem Ave Maria von Schubert mit seiner kultivierten Baritonstimme. Kirsten Hartmann, Grnderin und Leiterin des Jungen Streichorchesters der evangelischen Kirchengemeinde Bonn-Holzlar und Chorleiter Hans-Theo Schneider zogen viele musikalische Register. Die ambitionierte Dirigentin hatte die Musiker und Musikerinnen bestens eingeschworen. Es war verblffend mit welcher Musikalitt und Spielfreude diese zu Werke gingen. So gerieten der Allegro-Satz aus dem Violinkonzert op.3/Nr. 3 in G-Dur von Vivaldi, das Concerto Grosso op.6/Nr.8 (Weihnachtskonzert) von Corelli sowie der heitere D-Dur-Kanon von Pachelbel zu echten Kostbarkeiten.
Ebenso verlieh das junge Ensemble, zwei anmutigen Christmas carols, einer burlesken Humoreske von Dvork und dem phantasievollen Musikstck In dreams aus Herr der Ringe von Howard Shore (1946) sinnfllige Klanglichkeit. Das bravourse Musizieren gipfelte im faszinierenden Werk Palladio von Karl Jenkins (1944), fr dessen glnzenden Wurf man Bravorufe einheimste. Szenenapplaus konnten ebenfalls die bestens prparierten Snger fr sich verbuchen. Das Vater unser von Nicolai Kedrov (1871-1940) und das Tebe pojem (Dir singen wir) von Dmitri Bortnianski (1751-1825) zeigten die Maxime des hellwachen Chordirigenten. Er betonte die Akzentuierungen, lie die Piani aussingen und fhrte konsequent zu und durch die Steigerungen.
Das fhrte beim diffizilen Ave Maria von Bruckner und dem sehr scheiwerigen siebenstimmigen (!) Ave Maria von Franz Biebl (1906-2001) zu stimmschnen Resultaten. Das lt sich ebenso vom Mottolied (..und Friede den Menschen) von Wilhelm Heinrichs (1914-95) und dem von Heinz-Rolf Fliersbach (1939) arrangierten Caro mio ben behaupten. Wunderschne Augenblicke bescherten auch das Cantique de Noel von Adolphe Adam (1803-56) und das The little drummer boy, wobei der Pianist die Trommelschlge auf dem Flgel imitierte. Einen weiteren Herzenswunsch hatte sich der Chorleiter mit der ungewhnlichen Mnnerchor-Vertonung des Allelujas aus Hndels Messias-Oratorium erfllt. Dabei waren vor allem die Tenre stark gefordert und lieen es daher nicht an der ntigen Emphase fehlen. Fr den Arrangeur, die profunden Musiker und Musikerinnen, das Publikum (das fr die Premiere mit standing ovations dankte) und die Snger war es allemal ein Erlebnis. Der redegewandte Chorvorsitzende Herbert Klein Zitate prsentierte, die den Zauber der Musik beschwren.
Walter Dohr

Kategorie: Chorlive.
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