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Lehrstunde in Stimmbildung

Verffentlicht am: 15. November 2014

Die jngste Schnupperprobe des Kammerchores Troisdorf, der donnerstags um 19.30 Uhr im Forum Sekundarstufenzentrum in Sieglar probt, war fr den ambitionierten Chor (dem etwa 60 Sngerinnen und Snger angehren) eine weitere Lehrstunde in puncto Stimmbildung. Damit trifft promovierte Musikwissenschaftler, Dirigent Snger, Pianist, Musikpdagoge und Stimmbildner Dr. Lutz Schneider, der im Jahre 2012 dem verstorbenen Grnder und Chorleiter Manfred Hilger (dieser hatte den Kammerchor vor 40 Jahren aus der Taufe gehoben!) als neuer und kompetenter Dirigent gefolgt ist, den Nerv der Choristen. Es ist das originre Anliegen und die plausible Zielsetzung des Chorstrategen, der sich immer schon die Binsenweisheit auf die Fahnen geschrieben hat, da es ohne Flei keinen Preis gibt! So ist die vorbildliche und wirklich berzeugende Chorarbeit, die in seiner ausgefeilten Stimmbildung gipfelt, letztlich die Maxime des gestrengen und doch sympathischen Maestro, der schon seit vielen Jahren beraus erfolgreich agiert. Man beschftigte sich eingehend mit dem Offertorium aus dem unsterblichen Requiem von Mozart und dem ausdrucksvollen Te Deum von Antonin Dvork.
Es war es ein wunderschnes Erlebnis, da Dr. Schneider die einzig richtige Losung ausgab und sie den Singstimmen immer wieder mit beredten Worten und vielen Gesten ans Herz legte. Das alles setzt voraus, da man die Tne beherrscht. Da setzte der erfahrene Chorleiter an und folgte der Maxime, da die Musik hinter den Tnen anfngt. Das verlangt stete Konzentration, stimmlicher Prsenz, lebendige und ausdruckvolle Stimmgestaltung und Stimmsttze, ausgesungene Lautstrkewechsel, bewute Diktion, sichere Intonation, hellwache Stimmfrbung, atemvolle Phrasierung und letztlich ein gertteltes Ma an Hingabe. Die Sprache ist vor dem Ton lautet die selten gehrte und dennoch zielgerichtete Formel, die der Dirigent auslebt.
So gesehen macht Dr. Lutz aber auch alles richtig! Die Wort-Ton-Beziehung bewahrt vor Unsauberkeiten in der Intonation, der Stimmfhrung und der Interpretation. So wird man den Intentionen der beiden Komponisten gerecht und fesselt das Publikum bis zur letzten Note. Doch da ist man auf einem sehr guten Weg; zumal der packenden Chorprobe noch ein zweitgiges und intensives Chorseminar folgte. Ein Beispiel dafr, da der Chorleiter (der auch loben kann) nichts dem Zufall berlt. Dessen Handschrift, der sich ber durchaus gelungene Partien und deren klingende Gestalt freute, schon sehr deutlich zu erkennen. Dazu gehrten die vierstimmigen Stze der Bsse und Tenre und die weichen Pianopartien und viele Crescendi und Decrescendi. Er fhlte sich sogar beschenkt von den Pianostellen, die wie ein sanfter Hauch intoniert waren. Die Singstimmen hatten beherzigt, da man Piani wie auf Zehenspitzen anstimmen mu. Zudem richtete er sein Augenmerk auf die Passagen mit langen Tnen, die lebendig und stimmbewut zu gestalten sind.
Walter Dohr

Kategorie: Chorlive.
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