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Eine pointierte Zigeunerballade

Verffentlicht am: 7. Oktober 2014

Chorvorsitzende Ilse Reinhardt warb fr den Chorgesang bei einem humorigen Dirigenten und moderierte den Auftritt des Troisdorfer Kammerchores beim Erntedankfest, das die Stadt Troisdorf als einen interessanten und instruktiven Herbstmarkt ausrichtet. Dieser zieht sich nicht nur durch die ganze Burgallee, sondern bis auf den idyllischen Patz zwischen Burg Wissem, dem neuen Museum und der rustikalen Remise. Viele Besucher aus nah und fern waren mit Kind und Kegel unterwegs und hatte ihre helle Freude an dem vergnglichen Spektakel, whrend das erste Herbstlaub fiel. Zum Singen des renommierten Kammerchores, der von Dr. Lutz Schneider sorgfltig Gesten dirigiert und am Klavier ausdrucksvoll begleitet wurde, verweilten Gro und Klein zwischen den kleinen Buden und lauschten andchtig von Bnken aus, was die engagierten Sngerinnen und Snger mit stimmlicher Emphase und ausgeprgtem Stimm- und Stilgefhl prsentierten. Die Liedvortrge lebten von den vorzglichen Singstimmen, bei denen die Sopranstimmen selbst in den Spitzentnen keinerlei stimmliche Unsicherheiten zeigten.
Der Harmoniker Robert Schumann hat eine pointierte Chorballade vertont, die er mit Zigeunerleben berschrieben hat. Sie widmet sich den bunten Gesellen, die im Schatten des Waldes, um das lodernde Feuer sitzen, magische Sprche fr Not und Gefahr zitieren und schwarzugige Mdchen tanzen. Zum Spiel der Gitarre und der Zimbel schlingt sich der wilde Reigen immer schneller, ehe alle ermdet in den Schlummer sinken. Dabei trumen sie von ihrer sonnigen Heimat und vom gesegneten Land, aus der sie verbannt worden sind. Dann graut wieder der Morgen, whrend die Gestalten urpltzlich wie ein Spuk aufbrechen und verschwinden. Der Kammerchor wie auch viele unserer Chre finden Gefallen an der geheimnisvollen Geschehen und an der meisterlichen Partitur, wie auch an den Texten von Joseph Freiherr von Eichendorff, die der Melodiker Felix Mendelssohn-Bartholdy in seinem vertrauten Chorlied O Tler weit, o Hhen besingt.
Die Liebe zur Heimat wird in ihm ebenso lebendig wie in der alten Weise Kein schner Land (Satz: Manfred Hilger). Dieses schlichte Abendlied und das ebenfalls von Hilger vertonte Herbstlied Bunt sind schon die Wlder sind ber viele Generationen hinweg tief in unserer Volksseele verwurzelt. Und das ist auch gut so! Das gilt ebenso fr das afro-amerikanische Spiritual Let us break bread together im Satz des Schweizer Komponisten und Chorleiters Hansruedi Willisegger (1935) und das Negro-Spiritual Swing low, sweet chariot, das von Wallace Willis (1820-80) vertont wurde. Die geistlichen Gesnge, die den Glauben und das Gemeinschaftsgefhl in ganz besonderer Weise beschwren und tief aus dem Herzen kommen, finden immer wieder viel Zuspruch. Das trifft auf die Choristen und das Publikum zu! Der gekonnte Auftritt war ganz ohne Zweifel eine Bereicherung des Erntedankfestes.
Walter Dohr

Kategorie: Chorlive.
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