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Parlamentarischer Nachmittag in Düsseldorf

Veröffentlicht am: 2. Dezember 2011

Landtag„Singen macht Spaß“ Gäbe es so etwas wie den „Zuschauerpreis“ bei solchen Veranstaltungen – der „Toni-Botschafterchor“ aus dem Leverkusener Kinder- und Jugendchor samt der ebenso quirligen wie kundigen Chorleiterin Nicole Dreibholz hätte diesen Preis am 29. November sicher gehabt. Beim  „Parlamentarischen Nachmittag“ des Landesmusikrats im Landtag holte das Team von „Toni singt“ aus dem ChorVerband NRW den meisten Beifall ab.

Die Zuseher und Zuhörer auf den dicht gefüllten Stühlen vor der Bühne in der „Bürgerhalle“ des Parlaments klatschten mit während der vielsprachigen Darbietungen aus dem siebensprachigen Toni-Liederbuch aus dem Jahr 2010. Und die Begeisterung stieg noch hörbar an, nachdem Nicole Dreibholz und die Kinder vorgeführt hatten, wie spielerisch auch völlig neue Lieder mit Hilfe der Solmisations-Methode einstudiert werden können.

Landeschorleiter Prof. Michael Schmoll gab als einer der „Väter“ des Musikbildungsprojekts „Toni singt“ Einblick in den musikpädagogischen Überbau – also in das Ziel, Eltern ebenso wie Erzieherinnen und Erzieher wieder ans Singen und an zeitgemäße Methoden der Sing-Erziehung heranzuführen. Und das mit dem Gedanken, Kindern im frühen Lebensalter
wieder zu vermitteln, was die wichtigste Motivation für eigenes Musizieren ist. Nicole Dreibholz formulierte es einfach kindgerecht mit der Feststellung „Singen macht Spaß!“ Und ihre Chor-Kinder lebten genau das in der ungewohnten Kulisse der Politik-Zentrale am Rheinufer vor.

Gemeinsam mit Kindergartenkindern und Erstklässlern aus dem Volksmusikerbund NRW e.V. führten die Nachwuchsstimmen aus dem ChorVerband praktisch vor, wie nach dem Willen der „Arbeitsgemeinschaft Laienmusik“ des Landesmusikrates neue Wege in der musischen Früherziehung erprobt werden sollten. Die Volksmusiker, übrigens, ließen ihre kleine Bühnentruppe ebenfalls zuerst – singen.

Schöner hätte man nicht unterstreichen können, wie sehr das Training des angeborenen Instruments, also der Stimme, gleichermaßen die natürliche Eingangspforte in die Welt der Musik ausmacht. Auch die Volksmusiker bemühen sich mit ihrem Projekt „Musikus“, theoretische Grundlagen zur Ertüchtigung von Erzieherinnen und Erziehern zu schaffen,
durchaus auf vergleichbaren Wegen wie der CV NRW es mit „Toni“ begonnen hat. Und von Seiten der Musikschulen, Dritte im Bunde, kam zusätzliche Unterstützung: Der Vorsitzende Volker Gerland aus Dortmund forderte, musikalische Erziehung in Kindergärten, wie sie derzeit gegen Gebühren u.a. auch von Musikschullehrern ermöglicht wird, solle künftig
prinzipiell „kostenlos“ werden. Das verknüpfte er mit einem „Plädoyer für mehr Musikerziehung in der Ausbildung der Erzieher.“

Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg, Vizepräsident Oliver Keymis und der Vorsitzende des Kulturausschusses, Dr. Fritz Behrens, wurden neben Kulturstaatssekretär Prof. Wolfgang Schäfer und etlichen weiteren interessierten Abgeordneten Zeugen dieser Forderungen wie auch der begeisternden Darbietungen der musischen Kinder. Der Landtagspräsident hatte gleich zu Beginn schon formuliert, weshalb sich das Parlament eigentlich dem Ruf nach besserer musischer Erziehung kaum noch entziehen kann: „Musik macht Freude, Musik
hilft, mit Stress besser fertig zu werden. Musik stärkt die Bereitschaft zur Zusammenarbeit“, sagte Eckhard Uhlenberg zur Begrüßung der Gäste.      Peter Lamprecht

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Kategorie: Chorlive.
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