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	<title>Chorlive online &#187; Meinung</title>
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		<title>Schwelgerisch auf einer Wolke räkeln</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 17:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chorlive</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob sich Chorleiterin Radegund Ebus (auch eine ausgezeichnete Musikpädagogin und Sopranistin ist, noch daran erinnert als ich ihrer Bewerbungsprobe vor fast 20 Jahren beigewohnt habe und von ihrem musikpädagogischen Geschick angetan war? Der Siegburger Madrigalchor, von ihr und dem Vorsitzenden Bernd Jägering mit viel Liebe und Leidenschaft durch die „chorischen Gewässer“ geführt, probte im Jahre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ob sich Chorleiterin Radegund Ebus (auch eine ausgezeichnete Musikpädagogin und Sopranistin ist, noch daran erinnert als ich ihrer Bewerbungsprobe vor fast 20 Jahren beigewohnt habe und von ihrem musikpädagogischen Geschick angetan war? <span id="more-3138"></span>Der Siegburger Madrigalchor, von ihr und dem Vorsitzenden Bernd Jägering mit viel Liebe und Leidenschaft durch die „chorischen Gewässer“ geführt, probte im Jahre 1994 noch im Schulzentrum Neuenhof, während man heute montags von 20.00 bis 21.30 Uhr im evangelischen Altenzentrum am Michaelsberg probt. Doch für die aufgeschlossene Radegund Ebus, die inzwischen ihr silbernes Chorleiterjubiläum gefeiert hat, ist die Zeit nicht stehen geblieben. So hat der Madrigalchor (im Siegburger Chor- und Kulturleben nicht mehr wegzudenken) immer wieder bewiesen, dass man die Hände nicht in den Schoß gelegt hat, wie mit höchsten Schwierigkeiten gespickte Chorballade „Fest der Walvögel“ (dänisches Volkslied) von Horst-Heinrich Braun oder die Bach-Motette „Jesu, meine Freude“ deutlich zeigen.<br />
Darüber hinaus hat man sich erfolgreich am Meisterchorsingen beteiligt und das Repertoire erweitert.  Was geblieben ist, ist die Suche nach Männerstimmen, wobei sich das Handvoll Tenöre und Bässe stimmlich recht wacker schlägt. Natürlich tat die Dirigentin bei der jüngsten Schnupperprobe alles, um auf heiter-intensive Weise, um den Stimmapparat zu lockern. Die vielfältigen Atem-, Laut- und Stimmübungen gipfelten darin, dass der Chor plappernd und blubbernd durch den Proberaum wanderte. „Das klingt sehr entspannt“ war das treffende Fazit der Chorleiterin, ehe man zu den Noten des munteren Liedsatz „Probier´s mal mit ´nem Bass“ der „Wise Guys“ griff, bei dem sich die Bässe (und nicht die Tenöre) als die „Krone der Schöpfung“ titulierten und sich über das Gepiepse der Tenorstimmen und halben Kerle von Herzen lustig machten. Die Alt- und Sopranstimmen machten Miene zum bösen Spiel und hatten ihr Vergnügen am Ohrwurm des überaus populären Vokalquintetts.<br />
Die Chorleiterin griff wieder auf gelassene Weise immer wieder korrigierend ein und meinte  und mahnte Unsicherheiten in der Rhythmik und der Intonation an. „Das klingt noch etwas krautig“, meinte sie, „man sollte doch genauer in die Partituren gucken!“ Die Choristen nahmen sich den wohl gemeinten Rat zu Herzen und konzentrierten sich noch mehr. So gerieten die Ohrwürmer „Smoke gets in your eyes“ und „In the mood“ (aus dem von David Blackwell/Andrew Carter herausgegebenen „Klassiker für Chöre“) schon nach Musik, wenngleich nicht wie das einschmeichelnde „Yesterday“ im wunderschönen Arrangement. Doch zur Ehrenrettung muss gesagt werden, dass die Chorbücher noch nicht oft ausgepackt worden sind. Radegund Ebus mahnte in den swingenden Stücken daran, die Töne noch mehr strahlen zu lassen und wegen der exakten Intonation noch bewußter von oben anzusingen. „Man kann sich in den gefühlsbetonten Phrasen ruhig „schwelgerisch wie auf einer Wolke räkeln“.<br />
Walter Dohr</p>
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		<title>Ein überzeugter Schubertianer</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Dec 2010 10:15:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chorlive</dc:creator>
				<category><![CDATA[Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Chordirektor Heinz-Rolf Fliersbach hat wohl selten einen Männerchor so geprägt wie den „Schubertbund Siegburg“. Ich habe mehrere Konzerte in der Siegburger Stadthalle, in der Siegburger Pfarrkirche St. Anno und in der Siegburger Rhein-Sieg-Halle erlebt
 und kann mir ein eigenes Bild jenes Chordirektora machen, den ich als einen „Grandseigneur der hiesigen Chorszene“ ansehe.
Eine gerechtfertigte Würdigung seiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://chorliveonline.cvnrw.de/wp-content/uploads/2010/12/Schubertbund-Siegburg1.jpg" rel="lightbox[2999]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3001" src="http://chorliveonline.cvnrw.de/wp-content/uploads/2010/12/Schubertbund-Siegburg1-150x150.jpg" alt="Schubertbund Siegburg" width="150" height="150" /></a>Chordirektor Heinz-Rolf Fliersbach hat wohl selten einen Männerchor so geprägt wie den „Schubertbund Siegburg“. Ich habe mehrere Konzerte in der Siegburger Stadthalle, in der Siegburger Pfarrkirche St. Anno und in der Siegburger Rhein-Sieg-Halle erlebt</p>
<p><span id="more-2999"></span> und kann mir ein eigenes Bild jenes Chordirektora machen, den ich als einen „Grandseigneur der hiesigen Chorszene“ ansehe.</p>
<p>Eine gerechtfertigte Würdigung seiner musikalischen Verdienste wurden inzwischen durch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes öffentlich anerkannt. Wenn ein Chorleiter eine wirkliche Laudatio verdient, dann ist es Heinz-Rolf Fliersbach, der seinen Sängern Franz Schubert vorgelebt hat.<br />
Er hat ihnen die Augen, die Ohren und vor allem die Herzen für einen romantischen Chor- und Liedkomponisten und dessen unsterbliches Schaffen geöffnet. In den Schnupperprobe habe ich ihm mehr als einmal über die Schulter geschaut und dabei das stille Feuer bemerkt, dass in ihm brannte, und die Hingabe bewundert, wenn „Der Gondelfahrer“ oder „Gesang der Geister über den Wassern“ auswendig geradezu zelebriert worden sind. Ich denke, es war für den versierten und sensiblen Dirigenten geradezu ein Lebenselixier mit „seinem geliebten Schubert“ sozusagen Zwiesprache zu halten und immer wieder dafür zu sorgen, dass dessen Lebenswerk und nimmermüde Schaffen nicht in Vergessenheit geriet und geraten ist.<br />
Doch er hat nicht nur dem schaffensfrohen Namenspatron in der Kreisstadt Siegburg musikalische ein Denkmal gesetzt, sondern den Namen des hochgeschätzten Komponisten wie ein Banner auf weltweiten Konzertreisen mit dem Schubertbund Siegburg in die ganze Welt getragen. Sein unüberhörbares Credo warm den Geist von Schubert zu spüren und sich von seinen Partituren inspirieren zu lassen. Deshalb hat er in den 45 Jahren denen er den „Schubertianern“ als Chordirigent vorstand, selbst schwierigste Stimmführungen und harmonische wie rhythmische Finessen immer wieder auswendig singen lassen.<br />
Es war eine Freude und ein echter Genuß, ihm und seinen Sängern zuzuhören und zuzusehen, wie man die Partituren auslotete und sorgfältig aufblätterte. Man konnte sie „quasi mitlesen“ und ganz deutlich die kompositorische Intention spüren und den Duktus bewundern, mit dem Schubert beispielsweise die zärtliche Serenade „Zögernd leise“, das naturselige „Dörfchen“, den großartigen Hymnus „Die Allmacht“ oder das innige Marienlied „Salve regina“ vertont hat. Doch Heinz-Rolf Fliersbach nur an Schubert festzumachen, würde seinem anspruchsvollen Wirken nicht gerecht werden. Die eingespielte Doppel-CD enthält deshalb Schubertlieder, internationale Folkloresätze und ausgesuchte Chorwerke verschiedener Stilepochen und Komponisten, die das treffliche stimmliche Können von Schubertbund und Fliersbach dokumentieren. Das Abschiedskonzert bescherte dem langjährigen Dirigenten am Vorabend des ersten Advent 2010 in der Rhein-Sieg-Halle zu Recht noch einmal ein großes und dankbares Publikum.</p>
<p>Walter Dohr</p>
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		<title>Die Töne nehmen uns in den Arm</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Oct 2010 18:18:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chorlive</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorsitzende Brigitte Half strahlte als sie bei einer Schnupperprobe beim Frauenchor „Cantus Cantabilis Rhein Sieg“, der mittwochs von 20.00 bis 22.00 Uhr im Haus der Jugend in Niederdollendorf/Stadt Königswinter probt, auf den Zuccalmaglio-Wettbewerb 2010 angesprochen wurde.
Der Chor hat für seine Präsentation am 30.10.2010 in der Stadthalle in Rheine eigens ein „Libretto“ geschrieben. Doch davon wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://chorliveonline.cvnrw.de/wp-content/uploads/2010/10/chor_saal.JPG" rel="lightbox[2869]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2870" src="http://chorliveonline.cvnrw.de/wp-content/uploads/2010/10/chor_saal-150x150.jpg" alt="chor_saal" width="150" height="150" /></a>Vorsitzende Brigitte Half strahlte als sie bei einer Schnupperprobe beim Frauenchor „Cantus Cantabilis Rhein Sieg“, der mittwochs von 20.00 bis 22.00 Uhr im Haus der Jugend in Niederdollendorf/Stadt Königswinter probt, auf den Zuccalmaglio-Wettbewerb 2010 angesprochen wurde.</p>
<p><span id="more-2869"></span>Der Chor hat für seine Präsentation am 30.10.2010 in der Stadthalle in Rheine eigens ein „Libretto“ geschrieben. Doch davon wird jetzt noch nichts verraten! Ich denke, die Sängerinnen und ihr liebenswerter Dirigent werden mir zustimmen. Wie motiviert die sympathischen Damen sind, kann man daran sehen, dass sie ohne großes Aufheben vor der eigentlichen Chorprobe eine eigene Choreographie einstudieren um den kompetenten Chorleiter Arthur Rivo damit zu unterstützen. Doch nicht nur die ausdrucksvolle Gestik macht den Sängerinnen, von denen sich mehrere von Kinderbeinen an kennen und miteinander gesungen und mehrere Meisterchortitel erstritten haben, sondern auch das Singen macht ihnen riesigen Spaß.<br />
Dabei spielt es keine Rolle wie bedenklich die Schwierigkeitsgrade, wie harmonisch verzwickt die Liedsätze geknüpft oder wie gefährlich offen die höchsten Stimmlagen sind. Die Stimmung bei der Chorprobe ist gelockert, positiv heiter und dennoch höchst konzentriert. Dafür sorgt der Dirigent, der seine Sängerinnen stimmlich nicht schont und nicht den kleinsten Fehler durchgehen läßt. Man will gemeinsam den Erfolg und der Dirigent kann dazu verhelfen. Fürwahr, eine starke Partnerschaft im Sinne des Chorgesanges! Der Chor praktiziert wirklich glaubhaft, was er im Kanon „Die Töne nehmen uns in den Arm“ besingt. Mit einer solchen Begeisterung und stimmlicher Begabung kann man die „Welt aus den Angeln heben“. Und dass man über ein auffälliges rhythmisches Gespür verfügt, bewies man im Song „Ich will keine Schokolade“, der Trude Herr zu großer Popularität verholfen hat.<br />
Doch Severin Geissler hat davon eine wunderschöne Bearbeitung geschrieben, in die Sopran- und Altstimmen regelrecht verliebt sind. Wie sie sich überhaupt mit Feuereifer (das sollte nicht negativ gemeint sein) auf alle Chorstücke stürzen und sie zu einem musikalischen Leben erwecken, dass ein dickes Lob verdient. Gemeint sind die zärtliche Weise „Feinsliebchen, du sollst mir nicht barfuß geh´n“ nach Anton Wilhelm von Zuccalmaglio im gleichstimmigen Liedsatz von Johannes Brahms, ein melancholisches Liebeslied (in lettischer Sprache intoniert) und die neu vertonte „Vogelhochzeit“ mit ihren pointierten und harmonischen Kniffen. Heinz Markus Göttsche (1922-2010) hat in ihr kleine Sprechcollagen und eine resolute Sprecherin eingebunden, die über die ausgelassene Vogelhochzeit lautstark zetert. Die Altstimme (Liebeslied) und eine weitere Sängerin (Lerche in der Vogelhochzeit) zeigten individuelle Stimmqualitäten. Auf die imponierende Vogelhochzeit darf man sich in Rheine ganz besonders und vielleicht auf einem der nächsten Konzerte freuen.<br />
Walter Dohr</p>
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		<title>Mit den Augen lächeln</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Oct 2010 07:23:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chorlive</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine von Händels deutschen Arien besingt die Seele, die im Sehen hört. Kirchenmusikerin und Chorgründerin Karin Wissemann, die den Gospelchor „Rising Voices“ der Evangelischen Kirchengemeinde Siegburg
dienstags von 19.00 bis 20.30 Uhr im Gemeindehaus an der Auferstehungskirche recht engagiert betreut, meinte bei der Schnupperprobe rhetorisch, dass man beim Singen mit den Augen lächeln muss. Damit beschriebt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://chorliveonline.cvnrw.de/wp-content/uploads/2010/10/Rising-Voices-2010.png" rel="lightbox[2838]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2839" src="http://chorliveonline.cvnrw.de/wp-content/uploads/2010/10/Rising-Voices-2010-150x150.png" alt="Rising Voices 2010" width="150" height="150" /></a>Eine von Händels deutschen Arien besingt die Seele, die im Sehen hört. Kirchenmusikerin und Chorgründerin Karin Wissemann, die den Gospelchor „Rising Voices“ der Evangelischen Kirchengemeinde Siegburg</p>
<p><span id="more-2838"></span>dienstags von 19.00 bis 20.30 Uhr im Gemeindehaus an der Auferstehungskirche recht engagiert betreut, meinte bei der Schnupperprobe rhetorisch, dass man beim Singen mit den Augen lächeln muss. Damit beschriebt sie treffend die innere Haltung zum Singen, um  das Gesungene noch glaubhafter und authentischer zu prägen. Gewiss gehört das Mienenspiel dazu, was den Klang fröhlicher und wacher macht; aber man muss nun mal mit dem Herzen singen, damit es zur Musik wird und die höheren Herzen erreicht. „Es muss von Herz zu Herzen dringen“. Ich meine, das hat die sympathische Kantorin gemeint, wozu ebenso das andere geflügelte Wort gehört, dass  man nur mit dem Herzen hört. Kurzum, das überzeugende Singen spielt sich vor allem im Herzen ab.<br />
Das ist eher eine Maxime als eine Philosophie, die alle Chöre beherzigen sollten. Möglichst auswendig zu singen und sich nicht immer an die Notenblätter zu klammern, gehört auch dazu wie die rhythmische Präsenz. Es ist eben alles eine Herzenssache. Warum sind solche schönen Lieder wie John Rutters „All things bright and beautiful“ (soll beim Erntedankfest in der Auferstehungskirche aufgeführt werden) oder das irische Segenslied „May the road to meet you“ (mit einem bezaubernd gestalteten Oberstimmen-Quartett) so beseelt vertont worden? Ein weiterer Grund dafür, dass man mit der Stimme und den Tönen stets hellwach und bewußt umgehen muss. Doch da brauchte sich Karin Wissemann nicht den Kopf zu zerbrechen, wenn auch das junge Leben im Leib etwas zwickte und sie daran hinderte, nach der Chorprobe in geselliger Runde dabei zu sein. Die Sängerinnen und Sänger, die sich zur Lockerung und Geschmeidigkeit der Stimme zunächst mit instruktiven und sinnvollen Atem-, Stimmstütz- und Einsingübungen beschäftigten, mangelt es ganz offensichtlich an weiteren Männerstimmen. In die Einsingphase war ein schön klingender Geburtstags-Kanon eingebunden.<br />
Der Chor selbst klingt etwas „obertönig“, was nichts über den aparten und präsenten Stimmklang sagen soll.  Doch die Bässe und Tenöre waren dennoch stimmsicher und guter Phrasierung bei der Sache (gut zu verfolgen bei Rutters Komposition) und konnten sich über den Tenorsänger Dominic Großpietsch freuen, der nach einem längeren Studienaufenthalt aus Japan zurückkehrte und die Dirigentin und Klavierbegleiterin mit einem japanischen Lied begrüßte. Das Geburtstagskind Birgit Ponwitz wünschte sich den Beatles-Erfolgstitel „A hard day´s night“, ehe man die Gospel- und Spiritualbearbeitungen „Power“, „This little light of mine“ (wird zur Krebsaktion „Lucia“ im Siegburger Stadtmuseum von den „Rising Voices“ zu hören sein) und „Good news“ interpretierte, deren Ausdruck mit allerlei Gesten und rhyhtmischen Stilmitteln pointiert wurde.<br />
Walter Dohr</p>
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		<title>Damit werden die Augen wacher</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Oct 2010 07:18:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chorlive</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kantorei der evangelischen Kirchengemeinde Siegburg, die mittwochs im Gemeindehaus (Annostr. 12) von 20 bis 22 Uhr probt, sucht noch Mitglieder mit ein wenig Chorerfahrung oder musikalischer Vorbildung.
Eine größere Zahl von Sängerinnen und Sängern arbeitet zur Zeit sehr konzentriert am Requiem von Johannes Brahms, das am 19.11.2010, 20 Uhr in der Siegburger Auferstehungskirche aufgeführt wird. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://chorliveonline.cvnrw.de/wp-content/uploads/2010/10/Kantorei.jpg" rel="lightbox[2835]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2836" src="http://chorliveonline.cvnrw.de/wp-content/uploads/2010/10/Kantorei-150x150.jpg" alt="Kantorei" width="150" height="150" /></a>Die Kantorei der evangelischen Kirchengemeinde Siegburg, die mittwochs im Gemeindehaus (Annostr. 12) von 20 bis 22 Uhr probt, sucht noch Mitglieder mit ein wenig Chorerfahrung oder musikalischer Vorbildung.</p>
<p><span id="more-2835"></span>Eine größere Zahl von Sängerinnen und Sängern arbeitet zur Zeit sehr konzentriert am Requiem von Johannes Brahms, das am 19.11.2010, 20 Uhr in der Siegburger Auferstehungskirche aufgeführt wird. Dabei hat die Kirchenmusikerin die Einstudierung übernommen, während Hermia Schlichtmann beim Konzert dirigiert, da Katrin Wittemann ein Kind erwartet. Wie schon bei der Schnupperprobe mit dem Gospelchor zu beobachten war, ist die Stimmbildung in allen stimmlichen Nuancen und Gegebenheiten das A und O des gehaltvollen Singens. Das gipfelt letztlich darin, dass sie das „i“ in den Oberstimmen als „zu zickig“ anmahnt. Für sie hat die bewußte Stimmgebung und richtige Vokalfärbung sogar unterschwellig den Sinn,. „die Augen noch wacher zu machen“. Da kann ich ihr nur zustimmen. Das hätte ein gescheite(r) Stimmbildner(in) nicht besser und so rhetorisch anschaulich geschickt auf den berühmten Punkt bringen können.<br />
Daher war es wieder ein stimmlicher Genuß, eine lehrreiche und interessante halbstündige Einsing- und Temperierphase zu erleben, bei der die Kantorei alle Stimmtugenden bis hin zur lebendigen Stimmführung, Phrasierung und Diktion präsentierte. Die Dirigentin hat sich blitzsaubere und intonationssaubere Singstimmen herangebildet, wobei sich die versierten und notenfesten Männerstimmen nicht zu verstecken brauchen. Die Chorstimmen agieren selbstbewußt und locker in der Stimmführung (bei den harmonischen Einfällen des norddeutschen Spätromantikers wahrlich kein leichtes Unterfangen!) und zeigen sich hellwach in den Lautstärkewechseln sowie in den harmonischen und rhythmischen Ausprägungen. Das Requiem für Chor, Sopran, Bass und Orchester ist keines im traditionellen und liturgischen Sinne, sondern eine der Vergänglichkeit des Menschen zugewandte und seiner Hoffnung auf die Ewigkeit deutende Auseinandersetzung, die durch den grüblerischen Komponisten eine beeindruckende musikalische Ausdeutung wie bei einer Predigt erfährt.<br />
Brahms hat für sein Werk Psalmen und Worte aus dem Neuen Testament herangezogen. Die Komposition beginnt mit auf sehr tröstliche weise mit dem Satz „Selig sind, die da Leid tragen“; erst im siebten und letzten Satz „Selig sind die Toten“ aus der Johannes-Offenbarung wird das aufgegriffen, womit die „klassische“ Totenmesse („Requiem aeternam“) anfängt. Am ehesten kommt der sechste Teil „Denn wir haben keine bleibende Statt“ dem herkömmlichen „Dies irae“ noch am nächsten. Bis zur Probenpause wurden der besagte erste Satz als zweite biblische Seligpreisung und der dritte Satz „Herr, lehre mich doch, dass es ein Ende mit mir haben muss“ (39. Psalm) eingehend vertieft. Dabei gab die auf dem Klavier spielende  Dirigentin immer wieder Anregungen zu den Orchestereinsätzen und zur Stimmgestaltung.<br />
Walter Dohr</p>
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		<title>Träume werden doch noch wahr</title>
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		<pubDate>Sun, 16 May 2010 09:55:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chorlive</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Es lohnt sich daran zu glauben, dass die Träume auch noch wahr werden. Für den Chorvorsitzenden Rainer Engberding in Erfüllung gegangen. Wenn man die schmucke Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum des Gesangvereins „Eintracht“ Adendorf (Gemeinde Wachtberg) durchblättert,
die unter dem Motto „Den Wurzeln verbunden und Neues wagen!“ steht, stößt man unwillkürlich auf eine unglaubliche Geschichte. Natürlich wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://chorliveonline.cvnrw.de/wp-content/uploads/2010/05/Kostuemprobe.jpg" rel="lightbox[2547]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2548" src="http://chorliveonline.cvnrw.de/wp-content/uploads/2010/05/Kostuemprobe-150x150.jpg" alt="Kostuemprobe" width="150" height="150" /></a>Es lohnt sich daran zu glauben, dass die Träume auch noch wahr werden. Für den Chorvorsitzenden Rainer Engberding in Erfüllung gegangen. Wenn man die schmucke Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum des Gesangvereins „Eintracht“ Adendorf (Gemeinde Wachtberg) durchblättert,</p>
<p><span id="more-2547"></span>die unter dem Motto „Den Wurzeln verbunden und Neues wagen!“ steht, stößt man unwillkürlich auf eine unglaubliche Geschichte. Natürlich wird in der besagten Festschrift über den gesanglichen Fleiß der Adendorfer Sänger berichtet und darüber dass der Ehrenvorsitzende Matthias Cremerius mehr als vier Jahrzehnte die Vereinsgeschicke gelenkt und dem vor 10 Jahren der jetzige Vorsitzende Rainer Engberding folgte. Dieser hatte den Vorsitz mit dem Vorsatz angetreten, ein „anderer Vorsitzender zu sein“ und neue Wege zu suchen und auch zu beschreiten. Er muss schon zu dieser Zeit felsenfest davon überzeugt gewesen sein, dass irgendwie zu bewältigen und umzusetzen, obwohl das Ganze doch stark visionäre Züge hatte.<br />
Doch er war von seiner Idee (die ihm vielleicht doch geträumt hat) so besessen, dass er seine Vorstellungen konkretisierte und den für neue Ideen aufgeschlossenen Dirigenten Alfons Gehlen für sein einzigartiges Vorhaben gewinnen konnte. An dieser Stelle muss ich nun die Katze aus dem Sack lassen. Rainer Engberding, der in der erwähnten Chorchronik die Verdienste der früheren Generationen würdigt und die Freude und den Leistungswillen der Sänger im Zusammenhang mit den Burg- und Weihnachtskonzerten in Adendorf niedergeschrieben hat, wollte ein Musical über die „Kannebäcker“ schreiben und der versierte Chorleiter sollte die Musik dazu komponieren und das Werk einstudieren. Jeder in Adendorf weiß, wer die Kannebäcker waren, die als hochgelobte Töpfer Arbeit suchten und ins Wachtberger Ländchen auswanderten. Für die einheimischen Töpfer, die heute noch dieses edle Handwerk betreiben, war das ein ungewollter Zustand. Denn er bedrohte ihr Leben und ihren Alltag und auch die Kannebäcker schauten skeptisch in die Zukunft.<br />
Doch man gewöhnte sich an die „Eindringlinge“, denen man bei der Begrüßung am liebsten die Pest an den Hals gewünscht hätte und die sich „in der angestammten Heimat hätten vermehren sollten“. Heute gibt es immer noch Familien in Adendorf, bei denen die Namen an die Vorfahren aus dem Westerwald erinnern, die auch die Töpferkunst in die Kreisstadt Siegburg gebracht haben. Was mich wirklich erstaunt, ist die große Begeisterung für dieses Musical voller Herz und Gemüt, an dem Sängerinnen und Sänger aus Adendorf (weibliches Projekt-Ensemble) und Queckenberg (Stadt Rheinbach) mitwirkten. Vor zwei Jahren wurde es im Schulzentrum in Wachtberg-Berkum als außergewöhnlicher Erfolg uraufgeführt. Es hat nicht nur ein ganzes Töpferdorf in den Bann gezogen, so dass sich inzwischen ein stattlicher Chor aus Männer- und Frauenstimmen gegründet hat, dem eine gute Zukunft beschieden ist.</p>
<p>Walter Dohr</p>
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		<title>Herzerfrischender Gesang in der Voreifel</title>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 15:23:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chorlive</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Sängerinnen und Sänger des Gesangvereins „Eintracht“ Adendorf, die donnerstags um 20.00 Uhr unter Chorleiter Alfons Gehlen im Vereinshaus (alte Schule) in der Töpferstraße in Wachtberg-Adendort proben, vertreten einen herzerfrischenden Chorgesang in der Voreifel. Es ist ein Chor zum Liebhaben sozusagen, so humorvoll und sympathisch wie der engagierte Chordirigent selbst und motiviert bis in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sängerinnen und Sänger des Gesangvereins „Eintracht“ Adendorf, die donnerstags um 20.00 Uhr unter Chorleiter Alfons Gehlen im Vereinshaus (alte Schule) in der Töpferstraße in Wachtberg-Adendort proben, vertreten einen herzerfrischenden Chorgesang in der Voreifel. Es ist ein Chor zum Liebhaben sozusagen,<span id="more-2530"></span> so humorvoll und sympathisch wie der engagierte Chordirigent selbst und motiviert bis in die Haarspitzen. Alfons Gehlen und der visionäre Vorsitzende Rainer Engberding haben die Zeichen der Zeit richtig gedeutet und nach ihnen ihr Handeln ausgerichtet. Die beiden  Macher haben vom ersten Augenblick mit großem Erfolg in Adendorf zusammengearbeitet und die Gründung eines Gemischten Chores vorangetrieben. Man wollte in Adendorf neue Wege gehen, was die Chorstruktur (ein Gemischter Chor sollte dem Männerchor weitere Optionen bieten) und die Chorliteratur geht.<br />
Das jüngste Chorkonzert im Schulzentrum in Wachtberg-Berkum, das beim Probeabend in aller Munde war ist ein weiterer Meilenstein in der Chorgeschichte. Es kommt nicht von ungefähr, dass man sich in Adendorf über viel Lob von Presse und Publikum freuen konnte. Man war bewusst von den üblichen Jubiläums- und Freundschaftssingen (der MGV „Eintracht“ feiert das 100-jährige Jubiläum) abgerückt und sie mit einer Konzertatmosphäre eingetauscht. Dazu hatte die „Eintracht“ (die selbstverständlich musikalisch auch in den Mittelpunkt rückte), den Mehlemer Quartettverein (Ltg: Gregor Schorn), den Gesangverein „Cäcilia“ Queckenberg (Ltg: Alfons Gehlen) und den Gospelchor „Joy ,n´ Glory“ (Ltg: Monica Schneider-Henseler) eingeladen und dem Publikum viel Freude bereitet. Ein weiterer Pluspunkt des begeisterten Chorleiters war das Auswendig-Singen, das dieser recht konsequent durchgehalten hat und auch durchhält. Die Volksweise „Wohlauf in Gottes schöne Welt“ von Quirin Rische) und das Maienlied „Süß´ Liebe liebt den Mai“ von Friedrich Silcher, die beim Maiansingen auf dem Adendorfer Dorfplatz aufgeführt werden sollten, waren dazu eine weitere Bewährungsprobe, die damit endete, das man sogar das mehrstrophige „Rennsteig-Lied“ (in einer Bearbeitung von Josef Gehlen) auswendig intonierte.<br />
Vor der Chorprobe hat sich einer der Bassänger zum Sprecher aller Choristen/innen gemacht und dem Vorsitzenden und dem Dirigenten für ihr wirklich vorbildliches Engagement gedankt. Alfons Gehlen verbreitet vom allerersten Moment an eine optimistische und heitere Atmosphäre, die das Singen erleichtert, wenn er auch hartnäckig und verbindlich die Notentreue, die richtigen Tempi („das Tempo bestimme ich“) und chorische Atmung einforderte, wie beispielsweise beim Begrüßungs- und Westerwaldlied (mit einem wunderschönen Sopransolo) aus dem von ihm komponierten Musical „Die Kannebäcker“. Danach hatte sich der Chor eine Pause verdient, der mich mit seinem homogenen Stimmklang sehr angesprochen hatte. Der Vorsitzende hat das Libretto und den Roman zum Musical geschrieben.</p>
<p>Walter Dohr</p>
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		<title>Bist mir stets in meinem Herzen</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 10:53:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chorlive</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Liebeslied „O du schöner Rosengarten“, in dem sich der verliebte Jüngling von der Angebeteten den Schlaf rauben läßt, stammt aus Lothringen. Die Sänger der Chorgemeinschaft „Germania“ Siegburg, die im Evangelischen Altenzentrum am Michaelsberg in Siegburg wieder einmal mit einer gelungenen Serenade aufwarteten, vertieften sich unter der einfühlsamen Leitung von Musikdirektor Stefan Wurm (FDB und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Liebeslied „O du schöner Rosengarten“, in dem sich der verliebte Jüngling von der Angebeteten den Schlaf rauben läßt, stammt aus Lothringen. Die Sänger der Chorgemeinschaft „Germania“ Siegburg, die im Evangelischen Altenzentrum am Michaelsberg in Siegburg wieder einmal mit einer gelungenen Serenade aufwarteten,<span id="more-2512"></span> vertieften sich unter der einfühlsamen Leitung von Musikdirektor Stefan Wurm (FDB und ICV) in diesen Liedsatz, den Kurt Lissmann für Männerchor vertont hat. Er hört sich wirklich höchst allerliebst an und verlangt als fein dahin gestichelter Satz den ganzen Sänger. Wer da nicht hellwach ist und die Töne schön sauber von oben angeht, wird nicht viele Freude an ihm haben.<br />
Doch der Chorleiter konnte sich auf seine stimmlich ausgefuchsten und äußerst konzentrierten Sänger verlassen, die schon in Rom bei einem Konzert in San Ignazio und einer festlichen Messe im Petersdom den denkbar besten Eindruck hinterließen. Doch zurück ins Altenzentrum, wo sich viele Heimbewohner und Heimleiter Mark Ludwigs über den prachtvollen Liederstrauß freuten. Chorvorsitzender Hans-Josef Bargon und seine Sänger wollten den Senioren/innen nicht nur eine Freude machen und stille Abendstimmung verbreiten, sondern auch dafür danken, dass sich die Chorgemeinschaft zu der einen oder anderen Veranstaltung versammeln darf. Wenn dies auf musikalische Weise honoriert wird und sozusagen mit klingender Münze ausgezahlt wird, ist das um so schöner.<br />
Mit feiner Phrasierung und beweglicher Stimmführung gerieten auch die von Franz Schubert vertonten Chorsätze „Abendfrieden“ und „Die Nacht“ (welch schöne Akzentuierungen und Drecendi), das fein abgetönte Ritornell „Der träumende See“ von Robert Schumann, die wunderschönen Berglieder (unter ihnen das vom weltberühmten Trientiner Bergsteiger-Chor „Coro Maddalene“ in die ganze Welt hinaus getragene „Benia Callastoria“) und nicht zuletzt das beschwingte kroatische Tanzlisd „A ca“ (Auf geht´s), das Chorkomponist Arnold Kempkens sehr reizvoll bearbeitet hat. Die „Germania“ und ihr versierter Dirigent mögen diesen kreativen und vielfältigen Komponist wohl besonders, der bei einem ihrer Konzerte in der ersten Reihe gesessen hat.<br />
Chorsolist Klaus Lüdke (auf dem Klavier vom jüngsten Germania-Sänger Harry Herchenroth stilsicher begleitet) ließ sich nicht zweimal bitten und sang als sensibler Liedgestalter die liebreizenden Weisen „Mein Mädel hat einen Rosenmund“ und „All mein Gedanken, die ich hab“ sind bei dir,“ Solch einen Chorsolisten aus den eigenen Reihen, der immer stimmlich präsent ist und eine vorzügliche Baritonstimme besitzt, kann man mit Gold nicht aufwiegen. Hans-Georg Pohl, ein weiterer Germania-Sänger, rezitierte ein humorvolles Gedicht, in dem eine Lanze für die Schwiegermütter gebrochen würde. Denn ohne sie gäbe es keine Schwiegersöhne und keinen Hochzeitswein. Nach dem gemeinsame gesungenen bergischen Volkslied „Auf einem Baum ein Kuckuck“ ließen sich die Sänger gern bewirten.<br />
Walter Dohr</p>
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		<title>Gott ist mein Hirt</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 14:44:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chorlive</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Begräbniskapelle in Geistingen bemühte Pfarrer und früherer Kreisdechant des Kölner Erzbistums, Robert Kreuzberg, den 23. Psalm, in dem Gott als der gute Hirte aller Menschen gepriesen wird. Der Wiener Lied- und Chorkomponist Franz Schubert hat diesen Psalm für Männerchor vertont, wovon auch eine Bearbeitung für Gemischten Chor existiert. Ob der plötzlich verstorbene Artur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Begräbniskapelle in Geistingen bemühte Pfarrer und früherer Kreisdechant des Kölner Erzbistums, Robert Kreuzberg, den 23. Psalm, in dem Gott als der gute Hirte aller Menschen gepriesen wird.<span id="more-2497"></span> Der Wiener Lied- und Chorkomponist Franz Schubert hat diesen Psalm für Männerchor vertont, wovon auch eine Bearbeitung für Gemischten Chor existiert. Ob der plötzlich verstorbene Artur Moser (geb. 10. Juli 1933) diesen von Schubert vertonten Psalm in seinem Sängerleben gesungen hat, das weiß ich nicht zu sagen. Aber ich weiß, dass er das Kirchenlied in der Geistinger Altstadtkirche St. Michael aus dem Herzen heraus mit seiner Frau Gertrud gesungen hat, wenn  die Organisten Karl Röttig oder in späteren Jahren Dr. Dietmar Hofmann diesen beglückenden und selig machenden Psalm anstimmte und auch Arthur in ihn einstimmte.<br />
Der Psalm selbst wurde bei der Totenmesse nicht gesungen (vielleicht wird das beim Sechswochenamt in der erwähnten Kirche geschehen), an der sich viele Menschen beteiligten. Denn der positiv denkende Sangeskamerad war ein liebenswerter, kommunikativer und sympathischer Zeitgenosse und Familienmensch, den man mochte und den man gern haben mußte. Er war stets optimistisch gestimmt, offen, spontan und durch und durch ein lebensbejahender Mensch, der immer aus tiefstem Herzen gesungen und beim Singen seine echte Erfüllung gefunden hat. Von solchen Sängern müßte es mehr geben; dann brauchte man sich um unsere Chöre und Singgemeinschaften keine größeren Sorgen zu machen. Der besagte Pfarrer zitierte den Psalm, der uns Menschen eine herrlich und ewige Heimstatt nach dem Tode bereithält.<br />
Diesem Psalm fügte der bewegte Pfarrer in der Totenmesse noch das Kirchenlied „Wer nur den lieben Gott läßt walten“ hinzu. Kein Geringerer als der große barocke Altmeister Joh. S. Bach hat die glaubensfrohen Liedstrophen als wunderschöne und allerliebste Choralkantate komponiert. In ihr ist ganz intensiv zu spüren, wie das Reich Gottes als strahlende Vision vor unser geistiges Auge tritt. Am Tag vor dem Begräbnis des treuen und überzeugten Bassängers, der im Pfarr-Cäcilien-Chor St. Michael Geistingen (und in der Chorgemeinschaft der Kirchenchöre Geistingen und St. Mariä Heimsuchung Hennef-Rott) sowie beim MGV 1874 Geistingen seine sonore Stimme erhob, konnte man in der Hennefer Stadtpfarrkirche St. Simon und Judas die Bachsche Kantate hören und sich ihrem beseligen Duktus in den Bann schlagen lassen.<br />
Darüber hinaus erinnerte der Pfarrer an das berühmte Augustinuswort, dass jeder Chorist mit seiner singenden und klingenden Glaubensverkündigung doppelt beten würde. Arthur Moser hat auf der Orgelempore der Geistinger Pfarrkirche St. Michael und in der Rotter Marienkirche oft zum Lobe Gottes und zur Erbauung der Gemeinde gesungen und seinen Seelenfrieden dabei gehabt. Das konnte man als Mitsänger immer wieder spüren und deshalb fehlt er mir und vielen anderen Menschen, die ihn und sein liebenswürdiges Wesen sehr geschätzt haben.  .<br />
Walter Dohr</p>
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		<title>Für einen Augenblick tat sich der Himmel auf</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 19:26:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chorlive</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Selbst wenn ich es wollte, ich könnte nicht anders! Ich denke an das großartige Konzert in der Hennefer Stadtpfarrkirche St. Simon und Judas, bei dem Stadt- und Regionalkantor Norbert Schmitz-Witter als Zugabe den einzigartigen Jubelchor „Die Himmel erzählen“ aus dem Schöpfungsoratorium von Joseph Haydn ankündigte. Zu Beginn hatte Pfarrer Josef Lahr, der musikalisch wie sein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selbst wenn ich es wollte, ich könnte nicht anders! Ich denke an das großartige Konzert in der Hennefer Stadtpfarrkirche St. Simon und Judas, bei dem Stadt- und Regionalkantor Norbert Schmitz-Witter als Zugabe den einzigartigen Jubelchor „Die Himmel erzählen“ aus dem Schöpfungsoratorium von Joseph Haydn ankündigte.<span id="more-2495"></span> Zu Beginn hatte Pfarrer Josef Lahr, der musikalisch wie sein Vorgänger Michael Bellinghausen (der sich nach besten Kräften für die neue Rieger-Orgel eingesetzt hatte) ein Glücksfall für die Pfarrei St. Simon und Judas zu sein scheint (wer verfolgt schon die Probenarbeit so interessiert), von der Freude und Dankbarkeit von Menschen zu Gott gesprochen und von der „göttlichen Musik“, die in der Bachkantate „Wer nur den lieben Gott läßt walten“ oder in der „Nicolai-Messe in G-Dur“ von Joseph Haydn deutlich heraus klingen und mit dem der Geistliche nicht zu viel versprochen hatte. Die größte Freude ging nach meiner Überzeugung dennoch von der ebenso mit stehendem anhaltendem Applaus honorierten Haydn-Hymne aus, bei der sich für einen Augenblick wirklich der Himmel auftat.<br />
Ich schlage mich nicht auf die Seite derjenigen, die Joseph Haydn (führender Protagonist der Wiener Klassik) etwas beckmesserisch „als wenig religiösen Kirchenkomponisten“ abtun und ihm immer wieder „auffällige weltliche Wesenszüge“ nachsagen. Wer mit offenen Sinnen dem prachtvollen Jubelwerk mit seinen überwältigenden Aufschwüngen und gewaltigen Steigerungen zuhörte, wird wohl meiner Meinung sein. Jedenfalls zeigten der von Norbert Schmitz-Witter wiederum mit großer Hingabe dirigierte Kirchenchor an St. Simon und Judas mit seinen beneidenswert jungen und prächtigen Stimmen, die Solostimmen Beate Müller (Sopran), Anne Bierwirth (Alt), Florian Feth (Tenor) und Thilo Dahlmann (Bass), Stefan Andree (Cembalo) und die Mitglieder des Kölner Gürzenichorchesters ein geradezu vorbildliches Gespür für das musikalische Zusammenwirken und den Duktus der beseelten Kantate und der idyllischen Messe, die Haydn wohl für den Fürsten Nicolaus von Eszterházy geschrieben, bei dem Haydn als livrierter Kapellmeister in Diensten gestanden hat.<br />
Da die heiter geprägte Orchestermesse (die auch besinnliche Zuge im Credo trägt) zudem am Nikolaustag des Jahres 1772 aufgeführt worden ist, liegt diese Vermutung als dankbares Vermächtnis sehr nahe. Haydn und Joh. S. Bach haben in den Choristen, dem Soloquartett und den Instrumentalisten eine große Vielfalt von Möglichkeiten der musikalischen Entfaltung mit auf den Weg gegeben. Diese wurden von allen mit wachen Sinnen. den besten Spielmanieren und ausgereiften stimmlichen Tugenden genutzt wurden. Das trifft auch in besonderem Maße auf Bachs C-Dur-Orchestersuite (BWV 1066) zu, die durch eine hervorragende Interpretation glänzte. Dem glaubensfrohen Prälaten Adolf Opheys wird wohl die Kantate gefallen haben, deren sieben Strophen stets seine Lebens-. und Glaubensformel gewesen sind.<br />
Walter Dohr</p>
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