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	<title>Chorlive online &#187; Meinung</title>
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		<title>Träume werden doch noch wahr</title>
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		<pubDate>Sun, 16 May 2010 09:55:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chorlive</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Es lohnt sich daran zu glauben, dass die Träume auch noch wahr werden. Für den Chorvorsitzenden Rainer Engberding in Erfüllung gegangen. Wenn man die schmucke Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum des Gesangvereins „Eintracht“ Adendorf (Gemeinde Wachtberg) durchblättert,
die unter dem Motto „Den Wurzeln verbunden und Neues wagen!“ steht, stößt man unwillkürlich auf eine unglaubliche Geschichte. Natürlich wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://chorliveonline.cvnrw.de/wp-content/uploads/2010/05/Kostuemprobe.jpg" rel="lightbox[2547]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2548" src="http://chorliveonline.cvnrw.de/wp-content/uploads/2010/05/Kostuemprobe-150x150.jpg" alt="Kostuemprobe" width="150" height="150" /></a>Es lohnt sich daran zu glauben, dass die Träume auch noch wahr werden. Für den Chorvorsitzenden Rainer Engberding in Erfüllung gegangen. Wenn man die schmucke Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum des Gesangvereins „Eintracht“ Adendorf (Gemeinde Wachtberg) durchblättert,</p>
<p><span id="more-2547"></span>die unter dem Motto „Den Wurzeln verbunden und Neues wagen!“ steht, stößt man unwillkürlich auf eine unglaubliche Geschichte. Natürlich wird in der besagten Festschrift über den gesanglichen Fleiß der Adendorfer Sänger berichtet und darüber dass der Ehrenvorsitzende Matthias Cremerius mehr als vier Jahrzehnte die Vereinsgeschicke gelenkt und dem vor 10 Jahren der jetzige Vorsitzende Rainer Engberding folgte. Dieser hatte den Vorsitz mit dem Vorsatz angetreten, ein „anderer Vorsitzender zu sein“ und neue Wege zu suchen und auch zu beschreiten. Er muss schon zu dieser Zeit felsenfest davon überzeugt gewesen sein, dass irgendwie zu bewältigen und umzusetzen, obwohl das Ganze doch stark visionäre Züge hatte.<br />
Doch er war von seiner Idee (die ihm vielleicht doch geträumt hat) so besessen, dass er seine Vorstellungen konkretisierte und den für neue Ideen aufgeschlossenen Dirigenten Alfons Gehlen für sein einzigartiges Vorhaben gewinnen konnte. An dieser Stelle muss ich nun die Katze aus dem Sack lassen. Rainer Engberding, der in der erwähnten Chorchronik die Verdienste der früheren Generationen würdigt und die Freude und den Leistungswillen der Sänger im Zusammenhang mit den Burg- und Weihnachtskonzerten in Adendorf niedergeschrieben hat, wollte ein Musical über die „Kannebäcker“ schreiben und der versierte Chorleiter sollte die Musik dazu komponieren und das Werk einstudieren. Jeder in Adendorf weiß, wer die Kannebäcker waren, die als hochgelobte Töpfer Arbeit suchten und ins Wachtberger Ländchen auswanderten. Für die einheimischen Töpfer, die heute noch dieses edle Handwerk betreiben, war das ein ungewollter Zustand. Denn er bedrohte ihr Leben und ihren Alltag und auch die Kannebäcker schauten skeptisch in die Zukunft.<br />
Doch man gewöhnte sich an die „Eindringlinge“, denen man bei der Begrüßung am liebsten die Pest an den Hals gewünscht hätte und die sich „in der angestammten Heimat hätten vermehren sollten“. Heute gibt es immer noch Familien in Adendorf, bei denen die Namen an die Vorfahren aus dem Westerwald erinnern, die auch die Töpferkunst in die Kreisstadt Siegburg gebracht haben. Was mich wirklich erstaunt, ist die große Begeisterung für dieses Musical voller Herz und Gemüt, an dem Sängerinnen und Sänger aus Adendorf (weibliches Projekt-Ensemble) und Queckenberg (Stadt Rheinbach) mitwirkten. Vor zwei Jahren wurde es im Schulzentrum in Wachtberg-Berkum als außergewöhnlicher Erfolg uraufgeführt. Es hat nicht nur ein ganzes Töpferdorf in den Bann gezogen, so dass sich inzwischen ein stattlicher Chor aus Männer- und Frauenstimmen gegründet hat, dem eine gute Zukunft beschieden ist.</p>
<p>Walter Dohr</p>
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		<title>Herzerfrischender Gesang in der Voreifel</title>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 15:23:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chorlive</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Sängerinnen und Sänger des Gesangvereins „Eintracht“ Adendorf, die donnerstags um 20.00 Uhr unter Chorleiter Alfons Gehlen im Vereinshaus (alte Schule) in der Töpferstraße in Wachtberg-Adendort proben, vertreten einen herzerfrischenden Chorgesang in der Voreifel. Es ist ein Chor zum Liebhaben sozusagen, so humorvoll und sympathisch wie der engagierte Chordirigent selbst und motiviert bis in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sängerinnen und Sänger des Gesangvereins „Eintracht“ Adendorf, die donnerstags um 20.00 Uhr unter Chorleiter Alfons Gehlen im Vereinshaus (alte Schule) in der Töpferstraße in Wachtberg-Adendort proben, vertreten einen herzerfrischenden Chorgesang in der Voreifel. Es ist ein Chor zum Liebhaben sozusagen,<span id="more-2530"></span> so humorvoll und sympathisch wie der engagierte Chordirigent selbst und motiviert bis in die Haarspitzen. Alfons Gehlen und der visionäre Vorsitzende Rainer Engberding haben die Zeichen der Zeit richtig gedeutet und nach ihnen ihr Handeln ausgerichtet. Die beiden  Macher haben vom ersten Augenblick mit großem Erfolg in Adendorf zusammengearbeitet und die Gründung eines Gemischten Chores vorangetrieben. Man wollte in Adendorf neue Wege gehen, was die Chorstruktur (ein Gemischter Chor sollte dem Männerchor weitere Optionen bieten) und die Chorliteratur geht.<br />
Das jüngste Chorkonzert im Schulzentrum in Wachtberg-Berkum, das beim Probeabend in aller Munde war ist ein weiterer Meilenstein in der Chorgeschichte. Es kommt nicht von ungefähr, dass man sich in Adendorf über viel Lob von Presse und Publikum freuen konnte. Man war bewusst von den üblichen Jubiläums- und Freundschaftssingen (der MGV „Eintracht“ feiert das 100-jährige Jubiläum) abgerückt und sie mit einer Konzertatmosphäre eingetauscht. Dazu hatte die „Eintracht“ (die selbstverständlich musikalisch auch in den Mittelpunkt rückte), den Mehlemer Quartettverein (Ltg: Gregor Schorn), den Gesangverein „Cäcilia“ Queckenberg (Ltg: Alfons Gehlen) und den Gospelchor „Joy ,n´ Glory“ (Ltg: Monica Schneider-Henseler) eingeladen und dem Publikum viel Freude bereitet. Ein weiterer Pluspunkt des begeisterten Chorleiters war das Auswendig-Singen, das dieser recht konsequent durchgehalten hat und auch durchhält. Die Volksweise „Wohlauf in Gottes schöne Welt“ von Quirin Rische) und das Maienlied „Süß´ Liebe liebt den Mai“ von Friedrich Silcher, die beim Maiansingen auf dem Adendorfer Dorfplatz aufgeführt werden sollten, waren dazu eine weitere Bewährungsprobe, die damit endete, das man sogar das mehrstrophige „Rennsteig-Lied“ (in einer Bearbeitung von Josef Gehlen) auswendig intonierte.<br />
Vor der Chorprobe hat sich einer der Bassänger zum Sprecher aller Choristen/innen gemacht und dem Vorsitzenden und dem Dirigenten für ihr wirklich vorbildliches Engagement gedankt. Alfons Gehlen verbreitet vom allerersten Moment an eine optimistische und heitere Atmosphäre, die das Singen erleichtert, wenn er auch hartnäckig und verbindlich die Notentreue, die richtigen Tempi („das Tempo bestimme ich“) und chorische Atmung einforderte, wie beispielsweise beim Begrüßungs- und Westerwaldlied (mit einem wunderschönen Sopransolo) aus dem von ihm komponierten Musical „Die Kannebäcker“. Danach hatte sich der Chor eine Pause verdient, der mich mit seinem homogenen Stimmklang sehr angesprochen hatte. Der Vorsitzende hat das Libretto und den Roman zum Musical geschrieben.</p>
<p>Walter Dohr</p>
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		<title>Bist mir stets in meinem Herzen</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 10:53:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chorlive</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Liebeslied „O du schöner Rosengarten“, in dem sich der verliebte Jüngling von der Angebeteten den Schlaf rauben läßt, stammt aus Lothringen. Die Sänger der Chorgemeinschaft „Germania“ Siegburg, die im Evangelischen Altenzentrum am Michaelsberg in Siegburg wieder einmal mit einer gelungenen Serenade aufwarteten, vertieften sich unter der einfühlsamen Leitung von Musikdirektor Stefan Wurm (FDB und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Liebeslied „O du schöner Rosengarten“, in dem sich der verliebte Jüngling von der Angebeteten den Schlaf rauben läßt, stammt aus Lothringen. Die Sänger der Chorgemeinschaft „Germania“ Siegburg, die im Evangelischen Altenzentrum am Michaelsberg in Siegburg wieder einmal mit einer gelungenen Serenade aufwarteten,<span id="more-2512"></span> vertieften sich unter der einfühlsamen Leitung von Musikdirektor Stefan Wurm (FDB und ICV) in diesen Liedsatz, den Kurt Lissmann für Männerchor vertont hat. Er hört sich wirklich höchst allerliebst an und verlangt als fein dahin gestichelter Satz den ganzen Sänger. Wer da nicht hellwach ist und die Töne schön sauber von oben angeht, wird nicht viele Freude an ihm haben.<br />
Doch der Chorleiter konnte sich auf seine stimmlich ausgefuchsten und äußerst konzentrierten Sänger verlassen, die schon in Rom bei einem Konzert in San Ignazio und einer festlichen Messe im Petersdom den denkbar besten Eindruck hinterließen. Doch zurück ins Altenzentrum, wo sich viele Heimbewohner und Heimleiter Mark Ludwigs über den prachtvollen Liederstrauß freuten. Chorvorsitzender Hans-Josef Bargon und seine Sänger wollten den Senioren/innen nicht nur eine Freude machen und stille Abendstimmung verbreiten, sondern auch dafür danken, dass sich die Chorgemeinschaft zu der einen oder anderen Veranstaltung versammeln darf. Wenn dies auf musikalische Weise honoriert wird und sozusagen mit klingender Münze ausgezahlt wird, ist das um so schöner.<br />
Mit feiner Phrasierung und beweglicher Stimmführung gerieten auch die von Franz Schubert vertonten Chorsätze „Abendfrieden“ und „Die Nacht“ (welch schöne Akzentuierungen und Drecendi), das fein abgetönte Ritornell „Der träumende See“ von Robert Schumann, die wunderschönen Berglieder (unter ihnen das vom weltberühmten Trientiner Bergsteiger-Chor „Coro Maddalene“ in die ganze Welt hinaus getragene „Benia Callastoria“) und nicht zuletzt das beschwingte kroatische Tanzlisd „A ca“ (Auf geht´s), das Chorkomponist Arnold Kempkens sehr reizvoll bearbeitet hat. Die „Germania“ und ihr versierter Dirigent mögen diesen kreativen und vielfältigen Komponist wohl besonders, der bei einem ihrer Konzerte in der ersten Reihe gesessen hat.<br />
Chorsolist Klaus Lüdke (auf dem Klavier vom jüngsten Germania-Sänger Harry Herchenroth stilsicher begleitet) ließ sich nicht zweimal bitten und sang als sensibler Liedgestalter die liebreizenden Weisen „Mein Mädel hat einen Rosenmund“ und „All mein Gedanken, die ich hab“ sind bei dir,“ Solch einen Chorsolisten aus den eigenen Reihen, der immer stimmlich präsent ist und eine vorzügliche Baritonstimme besitzt, kann man mit Gold nicht aufwiegen. Hans-Georg Pohl, ein weiterer Germania-Sänger, rezitierte ein humorvolles Gedicht, in dem eine Lanze für die Schwiegermütter gebrochen würde. Denn ohne sie gäbe es keine Schwiegersöhne und keinen Hochzeitswein. Nach dem gemeinsame gesungenen bergischen Volkslied „Auf einem Baum ein Kuckuck“ ließen sich die Sänger gern bewirten.<br />
Walter Dohr</p>
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		<title>Gott ist mein Hirt</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 14:44:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chorlive</dc:creator>
				<category><![CDATA[Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Begräbniskapelle in Geistingen bemühte Pfarrer und früherer Kreisdechant des Kölner Erzbistums, Robert Kreuzberg, den 23. Psalm, in dem Gott als der gute Hirte aller Menschen gepriesen wird. Der Wiener Lied- und Chorkomponist Franz Schubert hat diesen Psalm für Männerchor vertont, wovon auch eine Bearbeitung für Gemischten Chor existiert. Ob der plötzlich verstorbene Artur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Begräbniskapelle in Geistingen bemühte Pfarrer und früherer Kreisdechant des Kölner Erzbistums, Robert Kreuzberg, den 23. Psalm, in dem Gott als der gute Hirte aller Menschen gepriesen wird.<span id="more-2497"></span> Der Wiener Lied- und Chorkomponist Franz Schubert hat diesen Psalm für Männerchor vertont, wovon auch eine Bearbeitung für Gemischten Chor existiert. Ob der plötzlich verstorbene Artur Moser (geb. 10. Juli 1933) diesen von Schubert vertonten Psalm in seinem Sängerleben gesungen hat, das weiß ich nicht zu sagen. Aber ich weiß, dass er das Kirchenlied in der Geistinger Altstadtkirche St. Michael aus dem Herzen heraus mit seiner Frau Gertrud gesungen hat, wenn  die Organisten Karl Röttig oder in späteren Jahren Dr. Dietmar Hofmann diesen beglückenden und selig machenden Psalm anstimmte und auch Arthur in ihn einstimmte.<br />
Der Psalm selbst wurde bei der Totenmesse nicht gesungen (vielleicht wird das beim Sechswochenamt in der erwähnten Kirche geschehen), an der sich viele Menschen beteiligten. Denn der positiv denkende Sangeskamerad war ein liebenswerter, kommunikativer und sympathischer Zeitgenosse und Familienmensch, den man mochte und den man gern haben mußte. Er war stets optimistisch gestimmt, offen, spontan und durch und durch ein lebensbejahender Mensch, der immer aus tiefstem Herzen gesungen und beim Singen seine echte Erfüllung gefunden hat. Von solchen Sängern müßte es mehr geben; dann brauchte man sich um unsere Chöre und Singgemeinschaften keine größeren Sorgen zu machen. Der besagte Pfarrer zitierte den Psalm, der uns Menschen eine herrlich und ewige Heimstatt nach dem Tode bereithält.<br />
Diesem Psalm fügte der bewegte Pfarrer in der Totenmesse noch das Kirchenlied „Wer nur den lieben Gott läßt walten“ hinzu. Kein Geringerer als der große barocke Altmeister Joh. S. Bach hat die glaubensfrohen Liedstrophen als wunderschöne und allerliebste Choralkantate komponiert. In ihr ist ganz intensiv zu spüren, wie das Reich Gottes als strahlende Vision vor unser geistiges Auge tritt. Am Tag vor dem Begräbnis des treuen und überzeugten Bassängers, der im Pfarr-Cäcilien-Chor St. Michael Geistingen (und in der Chorgemeinschaft der Kirchenchöre Geistingen und St. Mariä Heimsuchung Hennef-Rott) sowie beim MGV 1874 Geistingen seine sonore Stimme erhob, konnte man in der Hennefer Stadtpfarrkirche St. Simon und Judas die Bachsche Kantate hören und sich ihrem beseligen Duktus in den Bann schlagen lassen.<br />
Darüber hinaus erinnerte der Pfarrer an das berühmte Augustinuswort, dass jeder Chorist mit seiner singenden und klingenden Glaubensverkündigung doppelt beten würde. Arthur Moser hat auf der Orgelempore der Geistinger Pfarrkirche St. Michael und in der Rotter Marienkirche oft zum Lobe Gottes und zur Erbauung der Gemeinde gesungen und seinen Seelenfrieden dabei gehabt. Das konnte man als Mitsänger immer wieder spüren und deshalb fehlt er mir und vielen anderen Menschen, die ihn und sein liebenswürdiges Wesen sehr geschätzt haben.  .<br />
Walter Dohr</p>
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		<title>Für einen Augenblick tat sich der Himmel auf</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 19:26:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chorlive</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Selbst wenn ich es wollte, ich könnte nicht anders! Ich denke an das großartige Konzert in der Hennefer Stadtpfarrkirche St. Simon und Judas, bei dem Stadt- und Regionalkantor Norbert Schmitz-Witter als Zugabe den einzigartigen Jubelchor „Die Himmel erzählen“ aus dem Schöpfungsoratorium von Joseph Haydn ankündigte. Zu Beginn hatte Pfarrer Josef Lahr, der musikalisch wie sein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selbst wenn ich es wollte, ich könnte nicht anders! Ich denke an das großartige Konzert in der Hennefer Stadtpfarrkirche St. Simon und Judas, bei dem Stadt- und Regionalkantor Norbert Schmitz-Witter als Zugabe den einzigartigen Jubelchor „Die Himmel erzählen“ aus dem Schöpfungsoratorium von Joseph Haydn ankündigte.<span id="more-2495"></span> Zu Beginn hatte Pfarrer Josef Lahr, der musikalisch wie sein Vorgänger Michael Bellinghausen (der sich nach besten Kräften für die neue Rieger-Orgel eingesetzt hatte) ein Glücksfall für die Pfarrei St. Simon und Judas zu sein scheint (wer verfolgt schon die Probenarbeit so interessiert), von der Freude und Dankbarkeit von Menschen zu Gott gesprochen und von der „göttlichen Musik“, die in der Bachkantate „Wer nur den lieben Gott läßt walten“ oder in der „Nicolai-Messe in G-Dur“ von Joseph Haydn deutlich heraus klingen und mit dem der Geistliche nicht zu viel versprochen hatte. Die größte Freude ging nach meiner Überzeugung dennoch von der ebenso mit stehendem anhaltendem Applaus honorierten Haydn-Hymne aus, bei der sich für einen Augenblick wirklich der Himmel auftat.<br />
Ich schlage mich nicht auf die Seite derjenigen, die Joseph Haydn (führender Protagonist der Wiener Klassik) etwas beckmesserisch „als wenig religiösen Kirchenkomponisten“ abtun und ihm immer wieder „auffällige weltliche Wesenszüge“ nachsagen. Wer mit offenen Sinnen dem prachtvollen Jubelwerk mit seinen überwältigenden Aufschwüngen und gewaltigen Steigerungen zuhörte, wird wohl meiner Meinung sein. Jedenfalls zeigten der von Norbert Schmitz-Witter wiederum mit großer Hingabe dirigierte Kirchenchor an St. Simon und Judas mit seinen beneidenswert jungen und prächtigen Stimmen, die Solostimmen Beate Müller (Sopran), Anne Bierwirth (Alt), Florian Feth (Tenor) und Thilo Dahlmann (Bass), Stefan Andree (Cembalo) und die Mitglieder des Kölner Gürzenichorchesters ein geradezu vorbildliches Gespür für das musikalische Zusammenwirken und den Duktus der beseelten Kantate und der idyllischen Messe, die Haydn wohl für den Fürsten Nicolaus von Eszterházy geschrieben, bei dem Haydn als livrierter Kapellmeister in Diensten gestanden hat.<br />
Da die heiter geprägte Orchestermesse (die auch besinnliche Zuge im Credo trägt) zudem am Nikolaustag des Jahres 1772 aufgeführt worden ist, liegt diese Vermutung als dankbares Vermächtnis sehr nahe. Haydn und Joh. S. Bach haben in den Choristen, dem Soloquartett und den Instrumentalisten eine große Vielfalt von Möglichkeiten der musikalischen Entfaltung mit auf den Weg gegeben. Diese wurden von allen mit wachen Sinnen. den besten Spielmanieren und ausgereiften stimmlichen Tugenden genutzt wurden. Das trifft auch in besonderem Maße auf Bachs C-Dur-Orchestersuite (BWV 1066) zu, die durch eine hervorragende Interpretation glänzte. Dem glaubensfrohen Prälaten Adolf Opheys wird wohl die Kantate gefallen haben, deren sieben Strophen stets seine Lebens-. und Glaubensformel gewesen sind.<br />
Walter Dohr</p>
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		<title>Doch in der Mitten liegt holdes Bescheiden</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 16:40:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chorlive</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was ist schöner als durch den Kottenforst zu wandern, Meckenheim in prächtigster Blüte zu erleben und am Abend einer Chorprobe des MGV „Rheingold“ Witterschlick 1919 e.V. (linksrheinische Gemeinde Alfter) und des langjährigen und erfahrenen Chordirektors (ADC) Peter Mehl zuzuhören. Doch bevor die Sänger ihre Stimmen erhoben, die donnerstags ab 20.00 Uhr im „Lambertushof“ in Witterschlick [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist schöner als durch den Kottenforst zu wandern, Meckenheim in prächtigster Blüte zu erleben und am Abend einer Chorprobe des MGV „Rheingold“ Witterschlick 1919 e.V. (linksrheinische Gemeinde Alfter) und des langjährigen und erfahrenen Chordirektors (ADC) Peter Mehl zuzuhören. <span id="more-2489"></span>Doch bevor die Sänger ihre Stimmen erhoben, die donnerstags ab 20.00 Uhr im „Lambertushof“ in Witterschlick proben, informierte mich Vorsitzender Karl Nolden über die Situation des Chores, der wie so viele Chöre an Sängermangel, Überalterung und unter fehlenden Tenören leidet. Zudem hob er die Chorfreundschaft mit dem ebenfalls von Peter Mehl dirigierten MGV Wesseling 1844 e.V. hervor, die die Sache etwas mildert. Ausserdem hat der Chordirigent die Tenorstimmen zwischen die beiden Basstimmen postiert, damit das Publikum bei den Auftritten und Konzerten (das nächste ist das Rheinauenfest in Wesseling) die Tenorstimmen besser hört.<br />
Die Sänger selbst haben sich an die Sitzordnung und Choraufstellung gewöhnt. Auf die Idee muss man erst einmal kommen. Doch bekanntlich macht die Not erfinderisch! Ob sich die Sängerschar und ihr versierter Dirigent schon viele Jahre kennen und Peter Mehl nach der Chorprobe zur munteren Skatrunde im „Lambertushof“ verbleibt (übrigens eine Leidenschaft, die er mit dem zeitgenössischen Linzer Chorkomponisten Wilhelm Heinrichs teilt), ließ er nicht locker, am sicheren Stimmsitz und Stimmansatz, der Partitur- und Notentreue, der richtigen Stimmfärbung und Phrasierung und an den ausgeprägten Lautstärkewechseln, ausgetüftelten Pianostellen, exponierten Stimmübergängen und Crescendi zu arbeiten, ohne nicht dabei das eine oder andere Lob zu vergessen. Dennoch merkte man in vielen Passagen, dass Dirigent und Sänger ein eingespieltes Team sind und wissen was sie aneinander haben. Für das Sechswochenamt eines verstorbenen Chorsängers wurde das von Hans Lingerhand bearbeitete „Näher mein Gott, zu Dir“ und das von einem gewissen Lasker vertonte „Schlaf Freund“ noch einmal vertieft, wobei die eine oder andere Anregung vom Chorleiter mit auf den Weg gegeben wurde.<br />
Dieser schien zufrieden mit dem stimmlichen Umgang mit den stark romantisierenden Chorsätzen, ehe man das von Gerd Sorg komponierte hochromantische „Allen Menschen Frieden“ intonieren ließ, womit er augenscheinlich zufrieden schien. Denn wie es sonst zu verstehen, dass er plötzlich meinte, dass „wir ja doch noch die anderen Werke anpacken können“. So gesehen hatte der Dirigent recht;  so hörte ich noch die Komposition „Gebet“ von Wilhelm Heinrichs (1914-95) und das Sommerlied „Im Grase“ von Richard Trunk (1879-1968). Die Chorstücke hatten es beileibe in sich: Das Mörike-Poem mit der von Heinrichs harmonisch verzwickt ausgestalteten Phrase „Doch in der Mitten liegt holdes Bescheiden“ und das spätromantisch inspirierte Sommerlied, bei dem stimmliche Lockerheit, Geschmeidigkeit in jeder Note gefragt und vonnöten sind.</p>
<p>Walter Dohr</p>
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		<title>Sing to God with joyful hearts</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 17:07:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chorlive</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der im Jahre 2000 von der jetzigen Leiterin Liane Pleuser gegründete Jazz- und Gospelchor „Swinging Rainbow“ (evangelische Kirchengemeinden Bonn-Tannenbusch und Bonn-Dransdorf) hat zum 10-jährigen Jubiläum  im Februar 2010 die zweite CD &#8220;Sing to God with joyful hearts&#8221; veröffentlicht. Auf ihr sind Studioaufnahmen und Live-Mitschnitte eines Konzerts zu hören, das im November 2009 veranstaltet worden ist. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der im Jahre 2000 von der jetzigen Leiterin Liane Pleuser gegründete Jazz- und Gospelchor „Swinging Rainbow“ (evangelische Kirchengemeinden Bonn-Tannenbusch und Bonn-Dransdorf) hat zum 10-jährigen Jubiläum  im Februar 2010 die zweite CD &#8220;Sing to God with joyful hearts&#8221; veröffentlicht. <span id="more-2481"></span>Auf ihr sind Studioaufnahmen und Live-Mitschnitte eines Konzerts zu hören, das im November 2009 veranstaltet worden ist. Die gelungene CD enthält eines interessanten und instruktiven Querschnitt des aktuellen Programms, das der Jazz- und Gospelchor seinem Publikum bietet und damit zur Entzückung bringt. Der eigentliche Reiz liegt darin, dass die Chorleiterin auf liebens- und lobenswerte Weise stimmfeine und überzeugende Chorarrangements des Pianisten Martin Hentschel, Martin Carbow, Alfred McCrary, Horatius Bonar/John B. Dykes, Joakim Arenius  oder Marc Shaiman ausgesucht hat und selbst das populäre Negro Spiritual „Joshua fit the battle of Jericho“ auf recht inspirierte Weise arrangiert hat. Der präsente Pianist vertieft sich nicht nur in das vielfältig rhythmisch betonte, in die dynamischen Nuancen und Akzentuierungen sowie mit vielen Synkopen gespickte Programm, sondern zeigt an den alttestamentlichen Vertonungen „Hear, o Lord my prayer“ (102. Psalm), „Sing to God with joyful hearts“ (95. Psalm) und „Praise“ (68. Psalm) sein ausgeprägtes Gespür für den modernen Gospelgesang, der auch nicht auf rockige und jazzartige Motive, Stimmfiguren und Sequenzen verzichtet.<br />
Daa hört sich wirklich inspiriert und mitreißend an und ist es auch! Das verlangt von den Chorstimmen stetes hellwaches Singen und eine parmanente stimmliche Präsenz. Denn schließlich ist der Jazz- und Gospelchor bis auf die gelungenen Soli in „Hail Holy Queen“ (aus „Sister Act“) von Liane Pleuser und „How I got over“ von Matthias Jacobi immer wieder gefragt. Doch der macht seine Sache über die Maßen gut. Das trifft bei den rhythmischen Psalmvertonungen und den hymnisch angelegten Titeln wie „Ain´t no rock“ oder „How I got over“ ebenso zu wie bei den eher meditativ-gebethaften Gesängen „He is the Lord“ oder „Thy will be done“. Der Chor selbst sieht sich als eine musikalische Größe in der Bonner Chor- und Kulturlandschaft, wobei durch die richtige Stimmbildung und Stimmerziehung schon eine Menge erreicht worden ist.<br />
Das hört man auch dem harmonisch verzwickten „He´s got the whole world“, „He´s the Lord“ oder dem Psalm „Sing to God with joyful hearts“. Der Chor hat längst begriffen, dass man nur durch Intensität und Ausdruckskraft überzeugen. Das ist sicherlich das Credo der Dirigentin, die eine zweijährige Ausbildung zur Jazzchor- und Gospelchorleiterin bei Anne Cohler, Martin Carbow und Oliver Gries absolviert hat. Fazit: diese CD kann man getrost empfehlen weil sie von einer stilistischen Vielfalt geprägt ist und die Freude und Begeisterung am Singen einfach nicht zu überhören ist.<br />
Walter Dohr</p>
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		<title>Den spirituellen Geist nähergebracht</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 16:03:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chorlive</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Live-Mitschnitt „The Voice of our Souls“ des Gospelchores „Freedom“ der evangelischen Kirchengemeinde Neunkirchen gibt einen guten Einblick in das Konzert im November 2009 in der Pfarrkirche St, Margareta. Organistin und Chorleiterin Ulrike Menkhoff-Gallasch hat den Chor im Jahre 2004 gegründet, „um die Menschen in ihrer Gemeinde durch die mitreißende Freude und Intensität des gesungenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Live-Mitschnitt „The Voice of our Souls“ des Gospelchores „Freedom“ der evangelischen Kirchengemeinde Neunkirchen gibt einen guten Einblick in das Konzert im November 2009 in der Pfarrkirche St, Margareta. Organistin und Chorleiterin Ulrike Menkhoff-Gallasch hat den Chor im Jahre 2004 gegründet,<span id="more-2418"></span> „um die Menschen in ihrer Gemeinde durch die mitreißende Freude und Intensität des gesungenen Evangeliums anzustecken“. Das spirituelle Geheimnis des Gospelgesanges ist denn auch auf der CD-Aufnahme auf vielfältige Weise zu spüren und wird eindringlich nähergebracht. Damit wird man auch der Maxime der Leiterin gerecht, die die Spiritualität gemeinsam besingen will. Das wirklich gelungene Konzert beschwört den spirituellen Geist mit einem großartigen Kaleidoskop an zeitgenössischen und traditionellen Gospels.<br />
Allen voran die gefühlsbetonten, innigen und meditativen Gospels, die der norwegische Komponist und Chorleiter Tore W. Aas („Oslo Gospel Choir“) geschrieben und vertont hat, wie „Come, let us sing“, „Prayer for the city“, „On the cross of Calvary“ (Solo: Cathrin Behne), „Lift up the name of Jesus“ (Solo: Regina Reudenbach), „In your arms“ (Soli: Cathrin Behne/Susanne Süllwold) oder „Shine your light“ (Solo: Sabine Bolender). Das sind alles Gospelgesänge von einem bekennendem Charakter, mit der das Lob Gottes verkündet wird. Ihr besinnlicher Duktus erinnert an die Lieder von Taize, die aus einem erfüllten Herzen gesungen und empfunden werden müssen. Man muss die präsenten Choristen wirklich loben und die überaus ausdrucksstarken Solisten/innen kann man nur bewundern! So sind denn auch die Gospels „Put your hand in the hand“ und „Through it all“ (Solo: Hildegard Beineke) sowie die traditionellen Gospels „Nobody knows the trouble“ (Soli: Thomas Eckert/Susanne Süllwold), „Down by the riverside“ oder „Amen“ (Soli: Regina Reudenbach)<br />
Die berühmte Gänsehaut beschleicht den Hörer bei „Jesus is the answer“ und mehr noch beim jazzartigen „Just a closer walk with thee“ (Alabama und Tennessee lassen grüßen!), die von Regina Reudenbach mit einer über die Maßen wandlungsfähigen und quasi das ganze Gemüt berührenden Stimme interpretiert. Die höchst begabte Sängerin hat zudem das Gospel (oder Bluessong) „The Voice of our Souls“ getextet und dem Chor mehr oder weniger „auf den Leib“ geschrieben hat. Mit Cathrin Behne schlüpft sie dabei in eine der Solorollen ihrer inspirierten Komposition. Als interessante Variante zu den amerikanisch-afroamerikanischen Gospels kommen die Traditionsgesänge aus Südafrika daher, die durch ihre sinnfällige Begeisterung und ihre rhythmische Betonung bezaubern.  Fazit: Der Gospelchor und ihre ambitionierte Dirigentin haben ein bemerkenswertes Konzert absolviert und eingespielt, bei dem die spielfertigen Musiker Stefan Maus (Bassgitarre), Heinz Beineke (Gitarre/Mundharmonika), Ingo Rieger (Gitarre) und Klaus Walsdorf (Congas) ebenfalls überzeugen.<br />
Walter Dohr</p>
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		<title>Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 12:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chorlive</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Schnupperprobe im Sekundarstufenzentrums in Troisdorf-Sieglar, wo der Troisdorfer Kammerchor e.V. jeden Donnerstag ab 19.30 Uhr probt und sich über weitere Mitglieder freuen würde, wird mir in steter Erinnerung bleiben. Dafür hat Chorleiter, Chorgründer und Komponist Manfred Hilger auf nachhaltige Weise gesorgt. Zunächst widmete er sich mit den stimmlich vorbildlich geschulten Singstimmen (unter denen sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schnupperprobe im Sekundarstufenzentrums in Troisdorf-Sieglar, wo der Troisdorfer Kammerchor e.V. jeden Donnerstag ab 19.30 Uhr probt und sich über weitere Mitglieder freuen würde, wird mir in steter Erinnerung bleiben. <span id="more-2324"></span>Dafür hat Chorleiter, Chorgründer und Komponist Manfred Hilger auf nachhaltige Weise gesorgt. Zunächst widmete er sich mit den stimmlich vorbildlich geschulten Singstimmen (unter denen sich auch Mitglieder befinden, die Gesangsunterricht haben) den harmonisch geprägten Einsingübungen. Diese ließen rasch erkennen, dass der Chordirigent peinlich genau auf ein sauberes und klares Tonbild achtet und keine stimmlichen Halbheiten duldet. Danach intonierte man im Forum, dass wie kleines Amphitheater konzipiert ist und bei dem ein großes Mobile mit Notensymbolen von der Decke baumelt, den Chorsatz „Seht welche Liebe hat der Vater uns erzeiget“ aus dem Paulus-Oratorium von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Der hochromantische Komponist gibt hiermit ein weiteres Beispiel für seine ergreifende Gefühlsfülle und die schlichte Melodiefindung.<br />
Die Sängerinnen und Sänger vertieften sich wirklich in die Partitur des geschätzten Melodikers, nachdem der Chorleiter angemahnt hatte, dass man diesen beispielhaften Chorsatz auch wirklich verinnerlicht haben müsse und sich daher glaubhaft auf den Komponisten einlassen müsse. Es war für mich erstaunlich, mit welcher Akkuresse und Akzeptanz die Chorstimmen, die gewünschten Korrekturen von Manfred Hilger aufgriffen und in klingende Musik umsetzten. Dann packte Hilger seinen eigenen Notenkoffer aus und gab einen umfassenden Einblick in seine kreative Notenwerkstatt. Da ist er in prominenter Gesellschaft mit Landeschorleiter Prof. Michael Schmoll, der seine Kompositionen auch mit seinen Chören einstudiert.<br />
Ein Paradebeispiel für überzeugende Kompositionskunst ist die vierstimmige Motette „Tenebrae factae sunt“ für Chor, Baßsolo und Orgel/Orchester, die in ergreifender Manier die Bibelszene des Heilands lebendig werden läßt. Da sind wirklich alle Singstimmen bis auf das Äußerste gefordert (vor allem der Chorbass), um die Todesqualen zu vergegenwärtigen. Wie in Hilgers Leidenskantate „Kreuz und Tod“ endet die bittere Todesstunde („und hauchte seinen Geist aus“) wiederum versöhnlich und läßt uns auf  ewiges Leben hoffen. Der Chorleiter forderte einmal mehr Gestaltungs- und Ausdruckskraft ab. Das gilt auch für das wiederum bekennende „Lied der Mignon“ (Nur wer die Sehnsucht kennt) nach einem Text aus Goethes „Wilhelm Meister und die kurios-skurrilen Liedsätze „Der Esel“ (mit beeindruckenden Sprechpassagen), „Das Nasobem“ (auf der Nase schreitendes Wesen, da0 weder im Brehm noch im Brockhaus zu finden ist) und der „Schnupfen“ (der auf der Terrasse hockt und auf Opfer lauert) nach Texten von Wilhelm Busch und Christian Morgenstern. Wie schön den ernsthaften Musiker und Komponisten, auch einmal von seiner humorvollen Seite kennenzulernen. Bei der Chorprobe hatte er seinen Humor einmal mehr bewiesen.</p>
<p>Walter Dohr</p>
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		<title>Wer Schubert singt, kann alles singen</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 16:16:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chorlive</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der Schnupperprobe wenige Wochen vor dem traditionellen Frühjahrskonzert des Männerchores „Liederkranz“ Birk 1908 e.V. im Birker Bürgerhaus konnte ich ausgiebig Franz Schubert genießen. Karl-Josef Kappes hat viele Jahre den Ton angegeben und so wurden Erinnerungen an den früheren Kreischorleiter wach. Geschäftsführer Peter Hennekeuser macht immer noch einen sehr guten Job als Geschäftsführer und hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Schnupperprobe wenige Wochen vor dem traditionellen Frühjahrskonzert des Männerchores „Liederkranz“ Birk 1908 e.V. im Birker Bürgerhaus konnte ich ausgiebig Franz Schubert genießen. Karl-Josef Kappes hat viele Jahre den Ton angegeben und so wurden Erinnerungen an den früheren Kreischorleiter wach.<span id="more-2280"></span> Geschäftsführer Peter Hennekeuser macht immer noch einen sehr guten Job als Geschäftsführer und hat gemeinsam mit dem Vorsitzenden Peter Goeke einen neuen Dirigenten gefunden. Unter den ersten Tenören sitzt immer noch Willi Bröhl, der inzwischen wegen seiner unschätzbaren Dienste für den „Liederkranz“ zu Recht zum Ehrenvorsitzenden avanciert ist. Ich erinnere mich noch an die Zeit, wo er als Chorsolist im „Liederkranz“ und in der Gemeinschaft der Männerchöre aus Birk, Lohmar und Weingartsgasse manche Solopartie gesungen hat. Auch heute kann man keineswegs auf ihn und seine sängerische Erfahrung verzichten. So hatte die erwähnte Schnupperprobe einige nostalgische Züge, die mein Interesse eher noch weckten.<br />
Musikdirektor (FDB) Rolf Pohle ist der neue Dirigent, der seinen Vorgänger Peter Neßhüver vor mehreren Wochen abgelöst hat und den Volksmund Lügen straft, dass der Prophet im eigenen Lande nichts zähle. Mit dem mehrmaligen und amtierenden Meisterchor Singgemeinschaft Birk hat er längst das Gegenteil bewiesen. Die Sänger des „Liederkranz“ Birk wissen die Kompetenz des „Meisterchormachers“ und seine chorpädagogischen Fähigkeiten durchaus zu schätzen. Woran kann man diese wohl besser demonstrieren als an Schuberts hochromantischer Chorballade „Nachtgesang der Walde“, die er aus dem Eff-Eff beherrsche, wie er augenzwinkernd kundtat. Doch zunächst konzentrierte sich Rolf Pohle auf mehrere mehr oder weniger temporeiche Tonfolgen und ausgesuchte Atem- und Einsingübungen, um den lockeren Stimmsitz zu fördern und vertiefte danach seine klaren Vorstellungen an stimmlicher und klanglicher Geschlossenheit am besinnlichen Liedsatz „Die Rose“ (Amanda McBroom), die in vielen Notenmappen zu finden ist.<br />
Während der lebendigen und instruktiven Chorprobe ließ der Chorleiter nicht locker, die Schubert-Ballade in puncto ihrer Lautstärkenwechsel zbd dynamischen Nuancen, Steigerungen und Crescendi, Tempobehandlung und harmonischen Spitzfindigkeiten, ausgeprägten Halbtonschritte und Stimmungskontraste, weichen Pianoübergänge und rhythmischer Präsenz, richtigen Vokalfärbung oder Textverständlichkeit den Sängern immer wieder auf „den Zahn zu fühlen“. Er machte das mit viel Geschick und der rechten Prise Humor, um den Sänger jegliche Verzagtheit und Unsicherheit  von vorne herein auszureden. Das zahlte sich dann in Schuberts „Die Nacht“ aus, das vom stimmlichen Ausdruck lebt. Es war zu spüren, dass man mit dem neuen Chorleiter schon jetzt auf einem guten Weg ist. Das wird das erwähnte Frühjahrskonzert zeigen, bei dem auf das Vokalsextett „Lyra“ aus Sankt Petersburg auftritt, was die Sänger bestimmt noch mehr anspornen wird.</p>
<p>Walter Dohr</p>
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