Sing to God with joyful hearts

Veröffentlicht am: 21. April 2010

Der im Jahre 2000 von der jetzigen Leiterin Liane Pleuser gegründete Jazz- und Gospelchor „Swinging Rainbow“ (evangelische Kirchengemeinden Bonn-Tannenbusch und Bonn-Dransdorf) hat zum 10-jährigen Jubiläum  im Februar 2010 die zweite CD “Sing to God with joyful hearts” veröffentlicht. Auf ihr sind Studioaufnahmen und Live-Mitschnitte eines Konzerts zu hören, das im November 2009 veranstaltet worden ist. Die gelungene CD enthält eines interessanten und instruktiven Querschnitt des aktuellen Programms, das der Jazz- und Gospelchor seinem Publikum bietet und damit zur Entzückung bringt. Der eigentliche Reiz liegt darin, dass die Chorleiterin auf liebens- und lobenswerte Weise stimmfeine und überzeugende Chorarrangements des Pianisten Martin Hentschel, Martin Carbow, Alfred McCrary, Horatius Bonar/John B. Dykes, Joakim Arenius  oder Marc Shaiman ausgesucht hat und selbst das populäre Negro Spiritual „Joshua fit the battle of Jericho“ auf recht inspirierte Weise arrangiert hat. Der präsente Pianist vertieft sich nicht nur in das vielfältig rhythmisch betonte, in die dynamischen Nuancen und Akzentuierungen sowie mit vielen Synkopen gespickte Programm, sondern zeigt an den alttestamentlichen Vertonungen „Hear, o Lord my prayer“ (102. Psalm), „Sing to God with joyful hearts“ (95. Psalm) und „Praise“ (68. Psalm) sein ausgeprägtes Gespür für den modernen Gospelgesang, der auch nicht auf rockige und jazzartige Motive, Stimmfiguren und Sequenzen verzichtet.
Daa hört sich wirklich inspiriert und mitreißend an und ist es auch! Das verlangt von den Chorstimmen stetes hellwaches Singen und eine parmanente stimmliche Präsenz. Denn schließlich ist der Jazz- und Gospelchor bis auf die gelungenen Soli in „Hail Holy Queen“ (aus „Sister Act“) von Liane Pleuser und „How I got over“ von Matthias Jacobi immer wieder gefragt. Doch der macht seine Sache über die Maßen gut. Das trifft bei den rhythmischen Psalmvertonungen und den hymnisch angelegten Titeln wie „Ain´t no rock“ oder „How I got over“ ebenso zu wie bei den eher meditativ-gebethaften Gesängen „He is the Lord“ oder „Thy will be done“. Der Chor selbst sieht sich als eine musikalische Größe in der Bonner Chor- und Kulturlandschaft, wobei durch die richtige Stimmbildung und Stimmerziehung schon eine Menge erreicht worden ist.
Das hört man auch dem harmonisch verzwickten „He´s got the whole world“, „He´s the Lord“ oder dem Psalm „Sing to God with joyful hearts“. Der Chor hat längst begriffen, dass man nur durch Intensität und Ausdruckskraft überzeugen. Das ist sicherlich das Credo der Dirigentin, die eine zweijährige Ausbildung zur Jazzchor- und Gospelchorleiterin bei Anne Cohler, Martin Carbow und Oliver Gries absolviert hat. Fazit: diese CD kann man getrost empfehlen weil sie von einer stilistischen Vielfalt geprägt ist und die Freude und Begeisterung am Singen einfach nicht zu überhören ist.
Walter Dohr





AKTUELLE TERMINE

10:00 Uhr
1-tägige musikalische Schulung
Thema: Gesangsstilistik, Dozentin: Claudia Rübben-Laux, Thema: Literatur im Wandel der Zeit, Dozent: Gerhard Schneider


10:16 Uhr
Toni singt - Basisschulung
Chorkreis Lünen-Lüdinghausen: